Conan in der Hauptrolle

Ottobeuren | mz | Mit 14 Hunden will Tom Andres aus Ottobeuren beim 'Pirena', einem 15 Tage-Etappen-Rennen kreuz und quer durch die Pyrenäen, eine gute Rolle spielen.

Seit mehr als zwölf Jahren hat sich der 33-jährige ehemalige Berufssoldat und heutige Justizvollzugsbeamte aus Daßberg bei Ollarzried dem Schlittenhundesport verschrieben. Unter Mushern, so nennen sich die Schlittenlenker, ist der gebürtige Volkratshofener ein Begriff. Auch wegen seiner Erfolge beim Alpen-Trail, dem wohl anspruchvollsten Rennen in den Alpen. Immerhin konnte Tom Andres dort schon zweimal aufs Stockerl fahren: 2005 und 2006 war er jeweils Dritter.

Heuer lockt das 'Pirena', das zum 18. Mal ausgetragen wird und vom 19. Januar bis 2. Februar stattfindet. '15 Tage und 15 Nächte wird eine große Familie aus 200 Menschen und 600 Hunden mitten in den eindruckvollen Landschaften der Pyrenäen verbringen', heißt es auf der offiziellen Internetseite.

'Besser kann man das nicht beschreiben', meint Andres, für den das 'Pirena' zwar auch ein Schlittenhunderennen ist, aber in erster Linie ein Erlebnis, das er zusammen mit seinen Hunden und fast 50 Teams aus aller Welt zum ersten Mal trotz der damit verbundenen Anstrengungen genießen möchte. Deutsche Musher haben das Pirena bisher immer hervorragend abgeschlossen, oft sogar gewonnen. 'Deshalb lastet doch ein bisschen Druck auf unseren Schultern.' meint der Unterallgäuer Schlittenhundesportler. 'Aber wir haben fleißig trainiert. Vor allem im hochalpinen Bereich. Kraft und Kondition sollten also vorhanden sein', fasst der Justizvollzugsbeamte seine gewissenhaften Trainingsvorbereitungen zusammen.

Nicht jeder seiner Konkurrenten habe das Glück, sein Hobby, sein Privatleben und seinen Beruf so optimal auf den Saisonhöhepunkt ausrichten zu können wie er, sagt der ledige Beamte, der seine Dienstzeiten so legt, dass viel Zeit für seine Hunde bleibt: manchmal sind es sechs Stunden am Tag.

Im Winter sind es dann schon mal an die zehn Kilo, die Tom Andres verliert, wenn die Saison vorüber ist, sagt seine Mutter Brigitte, die sich um die 'Opas und Omas' unter den Schlittenhunden kümmert, wenn ihr Sohn sich in den Gebirgen Europas mit anderen Schlittenhundeteams Rennen liefert. 'Ohne tolle Hunde bist du nichts!' weiß Andres. Ganz besonders wichtig sei der 'Leaddog', der Leithund, als Schaltstelle zwischen Musher und Hundeteam; 'er ist verantwortlich für Lenkmanöver, für die Geschwindigkeit und für die Motivation des Teams'. Und 'Conan', sein Leithund, sei momentan 'saugut' drauf, betont Andres, der Mitte Januar zur traditionellen Vorstellung des Rennens in Saragossa fährt. Dort werden die 50 Teams in der Hauptstraße präsentiert. Am 2. Februar wird in La Molina, einem Nobel-Skiort in den Pyrenäen, ebenfalls mit Tausenden von Zuschauern der Abschluss gefeiert.

Weitere Informationen unter: www.pirena.comwww.musherzeitung.de

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