Bach-Werke
Christian Hilz singt Arien in der St.-Mang-Kirche in Kempten

Als Kostbarkeit kann man das Konzert unter dem Titel 'Mit Bach durch das Kirchenjahr' in der St.-Mang-Kirche bezeichnen. Dem Programm zugrunde lag die reizvolle Idee, mit einer Auswahl von Arien und Instrumentalwerken nicht nur die Feste des Kirchenjahres zu durchlaufen, sondern dabei auch eine 'tour d’horizon' durch das immense geistliche Werk Johann Sebastian Bachs zu bieten. Der mit Kirchenmusikdirektor Frank Müller befreundete und aus vielen Aufführungen bekannte Bass-Bariton Christian Hilz trug 13 Bass-Arien aus Kantaten, Oratorien und einer Motette vor. Begleitet wurde er von Instrumentalisten, die zudem drei 'Sinfonien' auf historischen Instrumenten vortrugen.

Das Vergnügen an der Gesangskunst des international tätigen Hilz war nahezu vollkommen. Schon bei der ersten Arie zeigte er, dass er als Bariton die Bass-Arien besonders elegant zu singen weiß. Hinzu kommt seine ausgesprochen gepflegte, wohlbedachte Gestik, mit der er auch optisch die Affekte der Musik und die tonmalerischen Textauslegungen zum Ausdruck bringt. Hervorragend seine Phrasierungen langer Läufe, die Gestaltung einzelner Töne etwa in der Arie aus BWV 159 und eine ausgesprochen gute Artikulation. Höhepunkte waren die (Bravour-)Arien 'Großer Herr und starker König', 'Doch weichet …' und die Motetten-Arie 'Ja, ja, ich halte …', die einen Solisten zeigten, der über eine wunderbare Stimme und alle gestalterischen Möglichkeiten verfügt.

Die Musikerinnen und Musiker erfreuten bei der herrlich musizierten Sinfonia BWV 42 und mit solistischen Passagen. Dazu gehörten Oboen-Duette (Saskia Fikentscher, Claire Sirjacobs), Querflötenumspielungen (Marion Treupel-Franck) und der Klang der ventillosen Barocktrompete (Martin Patscheider). Ein großes Konzert für ein kleines Publikum.

Er ist Stammgast bei den Konzerten von Frank Müller in der St.-Mang-Kirche: der Bass-Bariton Christian Hilz. Zum Ausklang der ökumenischen Kirchenmusikwoche sang er gleich zweimal. Unser Foto entstand beim Requiem von Fauré. Foto: Diemand

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