Gesundheit
Chirurg spricht in Niederrieden über Organspende und Hirntod

Über das künftige Transplantationsgesetz und das Thema Hirntod hat Dr. Peter Büchler auf Einladung des Niederrieder Frauenbundes referiert. Er verglich die Thematik mit einem Testament, 'das man gern von sich wegschiebt'. Das neue Gesetz sei von Bayern aus initiiert und soll Organspender besser absichern, die etwa einen Teil ihrer Leber oder eine Niere spenden. Bei einem Verdienstausfall nach dem Eingriff würden sie zum Beispiel in Zukunft Krankengeld erhalten.

Solche Verbesserungen ließen darauf hoffen, den Organmangel zu beheben und die Wartezeiten für Patienten zu verkürzen, die auf eine neue Niere, Pankreas, Leber, Herz oder Lunge warten, so der Chirurg. Denn leider sei derzeit die Zahl der benötigten Organe deutschlandweit doppelt so hoch wie die Spenderzahl.

Büchler versuchte auch, den Zuhörern die Angst vor dem Thema 'Hirntod' zu nehmen, indem er betonte, 'dass kein Mensch sterben muss, damit ein anderer seine Organe bekommt'. Beim Hirntod (das irreversible Ende aller Hirnfunktionen) schlage das Herz zwar noch, doch das Gehirn sei ohne Funktion, was automatisch zum Herzstillstand führe. Den Hirntod verursachten Hirnblutungen, Hirninfarkte und schwere Unfälle. Ihn feststellen und unabhängig voneinander bestätigen müssten nach den Kriterien der Bundesärztekammer zwei erfahrene, neutrale Fachärzte.

Hand in Hand

Damit es dabei nicht zu Fehlern oder Verstößen kommt, arbeiteten Transplantationszentren, Eurotransplant, Kliniken, die Deutsche Stiftung für Organtransplantation (DSO) sowie die Ethikkommissionen Hand in Hand. (saf)

Dr. Peter Büchler

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