Kaufbeuren
Chancengleichheit für die Zukunft

Kindern Mut machen und Zukunftsperspektiven aufzeigen - das möchte die Arbeiterwohlfahrt mit ihrem Projekt «KiMut». Seit drei Jahren unterstützt der Kreisverband Kaufbeuren und Ostallgäu Mädchen und Buben, die in Armut leben. «Diese Kinder leiden nicht nur unter materieller Armut», weiß Wolfgang Schad, Vorsitzender des Kreisverbandes der AWO. Schlimm sei vor allen Dingen, dass ihre Chancen auf eine gute Bildung äußerst gering seien, die Entwicklung ihrer spezifischen Begabungen praktisch nicht möglich und ihre Teilnahme am sozialen Leben sehr eingeschränkt sei.

Daher entschloss sich die AWO, im Bildungsbereich aktiv zu werden und auf schulischer, musischer sowie sportlicher Basis Talente zu fördern. Bisher wurden so beispielsweise Sprachkurse, Hausaufgabenbetreuung und Musikunterricht finanziert. Aber auch die Teilnahme an Klassenfahrten ermöglichte das «KiMut»-Projekt. 50 einkommensschwache Haushalte wurden im vergangenen Jahr unterstützt, die Anträge auf Fördermittel stellen immer die jeweiligen Institutionen.

«Wir arbeiten mit Schulen und Vereinen zusammen, die erkennen, ob Talente von Kindern aus Desinteresse der Erziehungsberechtigten nicht gefördert, oder aus finanzieller Not vernachlässigt werden», erklärt Schad. Daher seien Lehrkräfte dazu angehalten, an die jeweiligen Familien heranzutreten und ihnen Hilfe anzubieten. «Viele Eltern schämen sich leider dafür, nicht über genug Geld zu verfügen, obwohl Armut doch weiß Gott keine Schande ist», so der AWO-Vorsitzende.

Unbürokratische Unterstützung

Zudem werde die Unterstützung völlig unbürokratisch bewilligt, «wir fordern keine Einkommensnachweise, wenn der jeweilige Lehrer die Bedürftigkeit seiner Schüler bestätigt». Der Fonds, mit dem die Fördermittel abgedeckt werden, wird durch Beiträge des Kreisverbandes Kaufbeuren und seinen Ortsvereinen, durch Anteile der Haussammlungen und durch Spenden gefüllt.

Wolfgang Schad hofft, auch in diesem Schuljahr wieder vielen Kindern helfen zu können und appelliert an Eltern und Lehrer. «Die Probleme müssen offen angesprochen werden, damit auch sozial schwächer gestellte Kinder die Chance auf eine bessere Zukunft haben.»

Spenden für das «KiMut»-Projekt an die Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren, Bankleitzahl 73450000, Kontonummer 5575196, Kennwort «KiMut».

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