Wetter
Chancen für Weiße Weihnachten im Allgäu stehen nicht schlecht

Der aus Sonthofen stammende Diplom-Meteorologe Joachim Schug sitzt an seinem Computer-Arbeitsplatz in der 'Weatherfactory' (Wetterfabrik) in Appenzell in der Schweiz und vergleicht die verschiedenen Wettermodelle. Exklusiv für die Allgäuer Zeitung analysiert er die 20 weltweiten meteorologischen Modelle, die jetzt schon erste Tendenzen für Heiligabend im Angebot haben.

'Es sieht ganz gut aus für Weiße Weihnachten', sagt er. Schug ist mittlerweile dienstältester Meteorologe bei Meteogroup in der Schweiz. Das Unternehmen mit 400 Mitarbeitern in 15 Ländern gilt als größter Wetterdienstleister in Europa. 'Deshalb haben wir auch eine kaum überschaubare Menge von Daten weltweit, auf die wir zurückgreifen können', sagt Schug.

Bei einem Vergleich der Modelle tendiert etwa die Hälfte zu kälterem Weihnachtswetter, die andere Hälfte belässt es bei einer mehr oder weniger milden Süd- bis Südwestströmung. Aber bis zum Heiligen Abend sind es ja noch gut zwei Wochen und die meisten Wettermodelle deuten einen allmählichen Rückgang der Temperaturen.

So soll es schon am Wochenende zumindest in mittleren und hohen Lagen wieder schneien. Auch weil es jetzt so lange mild und sonnig war, spricht die statistische Wahrscheinlichkeit für eine baldige grundlegende Änderung der Großwetterlage.

Dass es knapp wird, bestätigt auch wetteronline.de in einer ersten Langzeitprognose für den 23. Dezember. Demnach sind im Raum Kempten einen Tag vor Heiligabend Schneeregen und Temperaturen um den Gefrierpunkt zu erwarten.

Eine Frage der Definition

'Was heißt eigentlich Weiße Weihnachten?', stellt Schug die Frage nach der Begriffsdefinition. Muss vom 24. bis 26. Dezember eine dicke Schneedecke liegen oder reicht Flockenwirbel zur Bescherung aus? Letztes Jahr war es am 24. und 25. Dezember noch grün und mild, am zweiten Feiertag setzte heftiger Schneefall ein.

Statistisch gesehen liegt die Wahrscheinlichkeit für Weiße Weihnachten im höher gelegenen Allgäu mit 60 Prozent relativ hoch. Zum Vergleich: Im Rhein-Main-Gebiet sind es nur 20 bis 25 Prozent.

Ausgesprochen groß ist die Wahrscheinlichkeit eines sogenannten Weihnachtstauwetters - zumeist zwischen dem 24. und 29. Dezember in ganz Mitteleuropa. Laut Statistik liegt die Eintrittswahrscheinlichkeit bei 70 Prozent. Vergangenes Jahr setzte nach einigen kalten Wintertagen erst am 2. Januar starkes Tauwetter ein.

Und wie wird der Winter insgesamt? Die meisten Jahreszeiten-Modelle gehen von einem zu feuchten und milden Winter aus.

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