«Chance zur Erneuerung»

Westallgäu | pem | Landrat Elmar Stegmann war gestern ein vielgefragter Mann in Sachen Landespolitik. Etliche Radiostationen wollten von ihm eine Stellungnahme zum Rücktritt von Ministerpräsident Günther Beckstein. Die gab er auch der Heimatzeitung. «Es tut mir menschlich Leid, es ist aber ein konsequenter Schritt», sagt Stegmann zu dem Rücktritt.

Der Landrat hat den Ministerpräsidenten geschätzt, auch wegen seiner Arbeit als Innenminister. «Er hat Bayern zum Marktführer in Sachen innerer Sicherheit gemacht», sagt Stegmann. Viele Dinge, von der schnellen Einführung des G8 über den Transrapid bis hin zum Büchergeld habe er vertreten müssen, ohne für sie verantwortlich zu sein.

Bei der Frage nach dem neuen Landesvater antwortet Stegmann salomonisch. «Die CSU-Landtagsfraktion wird eine gute Lösung finden».

Wolf: Ein Reinigungsprozeß

Von einem «Reinigungsprozeß» in der CSU spricht der CSU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Toni Wolf. «Ich habe Beckstein nicht ungern gesehen, bei 17 Prozent Verlust ist sein Rückzug aber berechtigt», sagt der Stiefenhofener Bürgermeister. Er sieht in der Niederlage auch eine «Chance zur Erneuerung». Viele Bevölkerungsschichten seien zuletzt unzufrieden gewesen. «Das hat sich addiert». Deshalb findet es Toni Wolf als «nicht gerade förderlich, wenn jetzt von Stoiber wohlfeile Worte zu hören sind». Schließlich habe der frühere Ministerpräsident viele der Dinge zu verantworten, die zu der Unzufriedenheit der Bürger geführt hätten.

Als neuen Ministerpräsidenten tippt Wolf auf den derzeitigen Innenminister Joachim Herrmann.

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