Oberallgäu
Camper bauen Zelte schneller ab

Hitze, Kälte, Nässe, Sonnenschein: Von einem Extrem ins andere wechselt das Wetter diesen Sommer. Dauergäste auf Campingplätzen sind deshalb rar. «Es ist bislang ein Kommen und Gehen», urteilt Gerd Anders vom Campingplatz Zell am See (Niedersonthofen). Ähnlich durchwachsene Zwischenbilanzen ziehen auch die anderen Platzbetreiber in der Region.

l Camping Öschlesee: Manche gemeldeten Gäste seien an verregneten Wochenenden erst gar nicht gekommen, sagt Platzbetreiber Hans Dopfer. Andere - vor allem Dänen oder Holländer mit Wohnwagen - würden nur zu einem Zwischenstopp am Platz bleiben. «Das ist schon in Ordnung. Wir akzeptieren das,» sagt Dopfer, dem auffällt, dass immer mehr Gäste das Zelten wiederentdeckt haben. «Das sind nicht nur die Jungen, sondern verstärkt auch die über 50-Jährigen.»

l Insel Camping am See (Memhölz): Immer mehr Radfahrer unter seinen Zeltgästen hat Seniorchef Max Bertele ausgemacht. Wenn das Wetter ein paar Tage gut bleibe, dann verweilten die Urlauber auch. Ansonsten zögen sie gleich weiter in südlichere Gefilde. Bertele: «Bislang war das Geschäft nicht berauschend. Ich hoffe auf einen guten August.»

l Camping Grüntensee (Wertach): Julia Koufali betreibt den Platz seit einem Jahr und ist überrascht, dass doch so viele Camper mit Zelt unterwegs sind. «Manche bleiben sogar 14 Tage». Allerdings sei das teilweise miserable Wetter Anfang Juli manchen Dauergästen auf die Laune geschlagen. Trotz des durchwachsenen Wetters sei das Geschäft im Vergleich zum Vorjahr besser, sagt Koufali. Derzeit sei der Platz voll. Internetraum und Restaurant seien gefragt.

l Camping Zell am See (Niedersonthofen): «Die Leute legen Wert auf eine gepflegte Anlage und einen gewissen Komfort,» ist der Eindruck von Gerd Anders. Allerdings sei die bisherige Bilanz wegen des vielen Regens in den vergangenen Wochen «eher durchwachsen».

2008 sei von der Belegung her besser gewesen. Anders hofft nun auf bessere Zeiten. Schließlich haben in Baden Württemberg die Schulferien begonnen, Bayern zieht in einer Woche nach. Anders ist aufgefallen, dass immer mehr Gäste mit dem Wohnmobil unterwegs sind und das Oberallgäu für einen kurzen Zwischenstopp nutzen.

l Wohnmobilstellplatz am Illerstadion in Kempten: Laut Verwaltungsleiter Alfred Barmettler ist der Platz derzeit ständig belegt. Die Wohnmobilurlauber dürften pro Aufenthalt maximal drei Nächte bleiben. Die meisten der Urlauber machten eine Stippvisite, um die Stadt Kempten kennenzulernen. Der Wohnmobilstellplatz werde grundsätzlich sehr gut angenommen.

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