Buntes in der Kunstausstellung

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Von Ingrid Grohe | Lindenberg Die Farben erlebten bei der Eröffnung der 41. Westallgäuer Kunstausstellung am Samstag im Lindenberger 'Löwen'-Saal eine doppelte Würdigung: Ausstellungsleiter Helmut Caprano wagte in seiner Kunstbetrachtung die These 'Es scheint, dass der stärkste Ausdruck mit der Farbe erzielt wird'. Wie zur Bestätigung hatte das 'Ensemble Vocalis' seinem musikalischen Rahmenprogramm das Thema 'Farben' gegeben. Dabei gewinnt gegenüber der Malerei heuer die Bildhauerei an Gewicht bei der Westallgäuer Kunstausstellung.

28 Skulpturen sind in Lindenberg zu sehen - deutlich mehr als in den Vorjahren - und rund 80 Bilder werden gezeigt. Das leicht verschobene Verhältnis tut der Ausstellung gut: Die Malereien und Fotografien konnten luftiger gehängt werden, so dass das einzelne Werk besser wahrnehmbar ist. Viele der 79 Ausstellenden lieferten auch Beiträge zur Sonderschau mit dem Titel 'Hut'.

Den Zugang zur Kunstuasstellung erleichtern wollte Helmut Caprano mit seinen Ausführungen. Eine Gefahr sieht er in der Reizüberflutung und in einer 'inflationären Bilder- und Skulpturenflut'. Es gebe zu viele Kunstprodukte, sagte er. Grenzen zu ziehen sei deshalb schwierig. Sein Anliegen als Ausstellungsmacher formulierte Caprano so: 'Die Westallgäuer Kunstausstellung ist ein gutes Forum, um der Kunst und den Künstlern dieser und der benachbarten Region öffentliche Geltung zu verschaffen. Denn sie ist das Brot des Künstlers.'

Schirmherr Johann Zeh sprach von der Kunst als Form der Kommunikation. Ein geglücktes Beispiel solcher Kommunikation sei der Lindenberger Kunstsommer 2007. Eine Sonderschau im Foyer des 'Löwen'-Saals erinnert an die Kunstwerkstatt anlässlich des 1150-Jahr-Jubiläums der Stadt Lindenberg, an der sich Künstler, Kunsterzieher und Schulklassen beteiligten.

Quietschbunte Schuhe

In schwarzen Hemden, Hosen, Kleidern und Pullovern betraten die zwölf Sängerinnen und Sänger des 'Ensemble Vocalis' die Bühne im 'Löwen'-Saal - und deuteten mit ihren quietschbunten Schuhen an, was sie dem Premierenpublikum servieren würden: Eine Folge von farbenreichen Liedern, die verschiedene Epochen der Klassik streifte von der Renaissance mit Orlando Gibbons über die Romantik mit Johannes Brahms bis hin zum 20. Jahrhundert mit Harald Genzmer.

Die wahren Farbtüpfelchen waren die Beiträge 'Das Mädchen mit den drei blauen Augen' von Georg Kreisler und 'Ich lass mir meinen Körper schwarz bepinseln' (Liebermann/Holländer), beide originell arrangiert von den Ensemble-Mitgliedern Andreas Schmauch und Ulrike Friedmann. Man könnte sich das Ensemble Vocalis gut als feste Begleitmusik zu den Kunstausstellungs-Eröffnungen vorstellen.

Eine Ausstellungsbesprechung folgt in der Mittwochsausgabe.

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