Studie
Bund Naturschutz fordert: Keine öffentlichen Gelder mehr für Beschneiungsanlagen

Zum Ende der Skisaison hat der bayerische Bund Naturschutz (BN) gefordert, dass es künftig kein öffentliches Geld mehr für die skitouristische Infrastruktur wie beispielsweise Beschneiungsanlagen gibt. Gegen die zunehmenden Wetterextreme und die globale Erwärmung helfe auch Kunstschnee nicht, heißt es in einer gestern vorgestellten Studie von Sylvia Hamberger von der Gesellschaft für ökologische Forschung und Axel Doering vom BN.

Die Kommunen bräuchten Tourismus-Konzepte, die ohne Schnee auskommen und die regionalen Wirtschaftskreisläufe stärken, sagte der bayerische BN-Landesvorsitzende Hubert Weiger. Laut Studie gibt es ein international agierendes Geflecht von wenigen Firmen, Konzernen, Gutachtern und Skigebietsbetreibern , die am 'Geschäft mit dem Schnee' gut verdienen.

Ferner wird eine Umfrage in der Bevölkerung vom Januar dieses Jahres zitiert. Demnach seien 56 Prozent aller Befragten gegen Beschneiungsanlagen und andere Hilfsmittel, um bei Schneemangel Wintersportbetrieb weiter zu ermöglichen. Nur 29 Prozent der Deutschen seien für eine Kunstschnee-Erzeugung, heißt es.

Eingegangen wird in der Studie auch auf den geplanten Zusammenschluss der Skigebiete Balderschwang und Grasgehren am Riedberger Horn (Oberallgäu). Dabei würde die höchste Schutzkategorie-Zone (C) des bayerischen Alpenplans tangiert. Über ein 'Zielabweichungsverfahren', das derzeit in Arbeit ist, könnte es zu einer Ausnahmeregelung kommen. Kritiker befürchten einen Präzedenzfall für den gesamten bayerischen Alpenraum.

Der Verband Deutscher Seilbahnen (VDS) hatte vergangenen Herbst eine Studie pro Skitourismus vorgestellt. Diese war zu dem Schluss gekommen, dass man trotz Erwärmung auch in den kommenden 30 Jahren 'von einer sehr hohen Schneesicherheit mithilfe von Beschneiung' ausgehen könne.

An einer hatten sich bis Mittwoch Nachmittag 2200 Bürger beteiligt. Das Zwischenergebnis war überraschend eindeutig: Rund 70 Prozent sprachen sich für den Verbund aus, 30 Prozent dagegen.

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