Fischertag
Büttel entdeckt am Fischertag Fehler in Holzingers Doktorarbeit

Stadtbüttel Erich «Bobby» Herrmann hat gestern Abend auf dem Markt- und dem Schrannenplatz zum elften Mal den Fischertag ausgerufen - und wurde dabei wie immer von Memmingens stärkster Truppe, der Stadtgarde, tatkräftig unterstützt.

Büttel Bobby und seine Blauröcke sorgten traditionsgemäß für einen heiteren Beginn des << Memminger Nationalfeiertages >>. Das ging schon los, als Herrmann den Forellenpreis bekannt gab: 3,50 Euro wie im vergangenen Jahr - << es könnt blos sei, dass kurzfristig no a Griechenland-Spende abzoga wiard >>.

Der Büttel griff auch ein << ganz brisantes Thema >> auf: die Plagiatsaffäre. Zwei neue Stadtgardisten - Computerspezialisten! - überprüften zurzeit fachkundig eine Doktorarbeit aus dem Jahr 1974: die von Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger. Herrmann machte erste aufsehenerregende Details öffentlich: Die unbestechlichen Kontrolleure hätten bereits die Hälfte der Doktorarbeit überprüft - << ond hand au scho einiges gfonda >>: zwei Komma- und einen Rechtschreibfehler! Wenn das so weitergehe, sagte Hermann, werde der OB mit der Memminger Höchststrafe belegt: << Er derf nomma in Stadtbach nei jucka. >>

Aber nicht nur als OB-Überwacher hätten die Gardisten derzeit viel Arbeit, teilte der Büttel mit: Denn seitdem die Garderobenfrauen im Stadttheater mit einem Strickverbot belegt seien, könne sich die Garde vor Aufträgen fast nicht mehr retten - vor allem << der Oberstricker >>, Walter Jaksch.

Stadtautobahn Weinmarkt und Krähen-Spritzmaschine

Neben der Sorge um die gestressten Gardisten treiben den Büttel auch noch zahlreiche andere kommunale Fragen um, wie er gestern Abend wieder gewohnt scharfzüngig und augenzwinkernd kundtat: An der << Stadtautobahn >> am Weinmarkt beispielsweise sei alles beim Alten: Als Radler und Fußgänger sei man dort nach wie vor stark gefährdet. << Ond wenn irgendwo na hockasch, hosch immer des Abgasgschmäckle in dr Nes. >>

Und weil der Büttel nicht nur seine Nase, sondern auch Augen und Ohren immer und überall weit aufsperrt, hat er festgestellt: << SLieblingsthema im Städtle send immer no dia Kräha. >> Deswegen haben sich Büttel und Garde in gewohnt konstruktiv-kreativer Manier Gedanken gemacht - und gestern Abend eine Weltneuheit vorgestellt: die Krähen-Spritzmaschine. << Vorna schiabsch se schwaz nei ond henda kommat se weiß raus. Dann schauat se aus wia Möwa - ond Möwa derf ma ja schießa! >>

Neben zahlreichen anderen Problemen griff Bobby Herrmann auch das drängendste auf: << Wenn dr beim Einkaufa im Städtla mol so richtig Bloas druckt, hosch a echtes Problem. Nuie Plätz, aber nirgends kasch zom Bronza gau. >>

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