Altusried
Bürgerinitiative kritisiert den Abrissbeschluss

Ist der Beschluss desAltusrieder Gemeinderats, das Anwesen Hauptstraße 2 abzureißen, eine «Vorentscheidung» für ein Dienstleistungszentrum und einen Abbruch von Jugend- und Rathaus? Dies jedenfalls vermutet die Bürgerinitiative Rathaus, die auch kritisiert, dass die entsprechende Entscheidung des Marktgemeinderats in nicht öffentlicher Sitzung fiel.

Gottfried Stadler, noch bis zum 30. September Pächter des Metzgereigeschäfts im Erdgeschoss, kann nicht verstehen, dass der Abriss hinter verschlossenen Türen beschlossen wurde. Die Gemeinde hatte den Ausschluss der Öffentlichkeit mit dem Hinweis begründet, dass sie in einem Rechtsstreit mit dem Pächter liege und Pachtinteressenten geschützt werden müssten. Das Argument hält die Bürgerinitiative für einen Vorwand: «Man hätte diese Inhalte von der Entscheidung über Sanierung oder Abbruch des Gebäudes abkoppeln können», meint Gottfried Stadler.

Zum Rechtsstreit mit der Gemeinde kommt es nach seinen Worten, weil er von sich aus die Pachtsumme gekürzt habe.

Damit habe er sich für Arbeiten wie zum Beispiel Schneeräumen entschädigt, die laut Pachtvertrag eigentlich die Gemeinde hätte ausführen müssen, die aber solchen Aufgaben nur ungenügend nachgekommen sei. Mit Hinweis auf das laufende Rechtsverfahren will Bürgermeister Heribert Kammel zu diesem Vorwurf keine Stellung beziehen.

Als «Mutmaßungen der Bürgerinitiative» bezeichnet der Rathauschef die Meinung Stadlers, die Gemeinde als Besitzer habe das Gebäude absichtlich herunterkommen lassen. Die Reparatur einer Plane, die eine nach einem Brand beschädigte Dachfläche abdeckt, ist laut Stadler von der Gemeinde erst in Angriff genommen worden, als er dies über einen Rechtsanwalt gefordert habe.

Auch dies bestreitet Kammel: «Die Folie wurde mittels einer Hebebühne wieder notdürftig in Ordnung gebracht, weil ein Betreten des Gebälks nicht mehr verantwortet werden konnte. Die Aufforderung des Rechtsanwalts hatte mit dieser Aktion nichts zu tun.»

Beim Vorschlag von seiten der Bürgerinitiative und Gottfried Stadler, die Metzgerei zeitlich begrenzt weiter zu verpachten, bis eine Entscheidung zur Marktplatzgestaltung fällt, winkt Kammel ab: «Fest steht, dass der Gemeinderat nach Besichtung des brandgeschädigten Huases einstimmig zu der Überzeugung gekommen ist, dass eine Sanierung nicht in Frage kommt.»

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