Special Straßenbauprojekte im Allgäu SPECIAL

Bürgeranhörung in Asch - Kritik an Anlieger-Beteiligung

Dorfstraße scheidet die Geister Asch (hoe).Zum wiederholten Mal wurden den Anliegern die Pläne für die Umgestaltung der Dorfstraße in Asch vorgestellt. Zentrale Diskussionspunkte bei der jüngsten Info-Veranstaltung im Haus der Begegnung waren die Fragen, ob befestigte Stellplätze eingerichtet werden und welche Breite die Fahrbahn haben soll. Da sich die Eigentümer unterschiedlich äußerten, muss letztlich der Fuchstaler Gemeinderat in seiner heutigen Sitzung (19.30 Uhr) eine Entscheidung fällen.

In der Ascher Dorfstraße sind neben dem kirchlichen Haus der Begegnung auch das Vereinsheim der Schützen, der Feuerwehr und der Musiker angesiedelt. Bei Veranstaltungen wird zumeist auf dem Gehweg oder sogar auf dem Streifen hinter der Baumreihe geparkt. 'Wir brauchen hier dringend Stellplätze', so der Dirigent der Ascher Musikkapelle, Martin Storhas. Das bestätigte zwar auch eine deutliche Mehrheit der 20 erschienenen Anlieger, nicht einverstanden waren diese allerdings mit der Finanzierung.

Nach dem Satzungsrecht haben die Eigentümer - ebenso wie für die Fahrbahn - 50 Prozent der Kosten zu übernehmen. 'Wir sehen nicht ein, dass wir für Stellplätze, die von der Allgemeinheit benötigt werden, bezahlen sollen', hieß es. Karg hielt entgegen, dass die Kostenbeteiligung der Grundeigentümer in Nebenstraßen bei 70 Prozent liege und sie somit 'unter dem Strich nicht schlechter fahren würden als andere Ortsbewohner'.

Außerdem erhöhe sich ihre Beitragslast durch die Stellplätze nur sehr geringfügig. Planer Volker Wittke rechnet für zwölf Flächen mit etwa 25000 Euro, was etwa sieben Prozent der Gesamtbausumme entspricht. Den Vorschlag, dass die Gemeinde die öffentlichen Parkplätze stärker bezuschusst oder alleine bezahlt, hatte der Gemeinderat im November aus Grundsatzüberlegungen heraus abgelehnt (wir berichteten). Er könne aber auch mit der billigeren Alternativlösung leben, fuhr Bürgermeister Karg fort. Demnach würde an Stelle des bisherigen Gehwegs nur ein Streifen mit Magerrasen angelegt. Darüber, dass dieser allerdings stärkeren Belastungen nicht stand halten würde und zum Wildparken verführen könnte, waren sich alle Anwesenden einig. 'Man könnte es ja aber trotzdem so versuchen und dann erst nach einigen Jahren die Stellplätze anlegen', schlug ein Anlieger vor. 'Dann wäre die Straße nämlich bereits abgerechnet und die Gemeinde müsste alleine für diese Ergänzung aufkommen.'

Breitere Fahrbahn gefordert

Nicht ganz einig war man sich auch bezüglich der Fahrbahnbreite. Vorgesehen sind 5,50 Meter und eine 50 Zentimeter breite 'Dreizeilermulde', die im Begegnungsverkehr notfalls noch mitbenutzt werden kann. Hier sollte man noch etwas dazugeben, meinten einzelne Anwesende, auch auf die Gefahr hin, dass sich der Straßenbau verteuere.

Nach der Billigung der Planung durch den Gemeinderat werden laut Karg umgehend die Zuschussanträge gestellt. Auch die Ausschreibung der Kanalbauarbeiten sollen dann erfolgen, so dass möglichst im Frühjahr begonnen werden könnte.

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