Bürger erfahren von Alternativen

Markt Rettenbach | db | Bevor der Gemeinderat am kommenden Donnerstag über die finanzielle Beteiligung Markt Rettenbachs an einem gemeindeübergreifenden Hochwasser-Schutzprojekt entscheidet, hat Bürgermeister Alfons Weber die betroffenen Bürger jetzt nochmals über das Vorhaben informiert. Der Markt will seine Beteiligung an mehrere Bedingungen knüpfen (wir berichteten). Unter anderem sollen nach dem Willen des Marktes geplante Rückhaltebecken an neue Standorte verlegt werden.

Geplant sind bislang zwei Schutzdämme - einer für die Östliche Günz zwischen Gottenau und Altisried; der andere für die Schwelk bei Frechenrieden, westlich von Altisried. Als Alternative schlägt nun der Marktrat vor, das Rückhaltebecken vor Frechenrieden weiter nach Süden zu verlegen. Der zweite Vorschlag sieht den Schutzdamm der Staatsstraße 2013 vor.

Etliche der sehr zahlreich anwesenden Bürger meinten, es wäre besser gewesen, man hätte ein Rückhaltebecken bei Liebenthann (Gemarkung Obergünzburg) errichtet. Dadurch wären ihrer Meinung nach keine Maßnahmen in Markt Rettenbach mehr nötig und auch in Ronsberg hätte dann nicht so aufwändig gebaut werden müssen. Sie glauben zudem, dass mit dem Hochwasserschutz in Ronsberg besonders Engetried noch mehr gefährdet werde.

Bürgermeister Weber machte deutlich, dass bei Liebenthann nichts gebaut wird. Ronsbergs Bürgermeister Gerhard Kraus, dem sein Amtskollege das Wort erteilte, stellte klar, dass auch Ronsberg anfangs ein Rückhaltebecken bei Liebenthann wollte. Allerdings habe sich herausgestellt, dass dort nicht so viel Wasser wie nötig zurückgehalten werden könne. Daher habe man so gebaut, dass das Hochwasser durch den Ort durchfließen kann und durch eine Hochwassermulde vor der Fabrik, eine Umleitung über den Tagwassergraben und einen großen Rückhalteraum verlangsamt wird. Die Böschung der Staatsstraße 2012 diene als natürlicher Damm. Insgesamt werde Markt Rettenbach nicht stärker belastet als zuvor, betonte Kraus.

Andere Bedenken befassten sich mit Schäden, die im Wald bei einer Verlegung des Polders vor Frechenrieden auftreten könnten. Daneben wurde befürchtet, dass durch die Verlegung nach Norden der Schutz für Frechenrieden verloren ginge. 'Ohne Opfer werden wir keinen Hochwasserschutz bekommen', hielt eine von den Plänen selbst betroffene Frau den vielen Kritikern entgegen. 'Wir sollten froh sein, dass der Freistaat in dieser Sache etwas tut.'

Im Gemeinderat ist der Hochwasserschutz am Donnerstag, 28. Februar, erneut Thema. Beginn ist um 20 Uhr.

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