Lindenberg
Bücherei verleiht mehr Medien als je zuvor

Die Stadtbücherei kann auf ein Rekordjahr zurückblicken: Die 1660 Benutzer liehen gegenüber dem Vorjahr 4000 Medien mehr aus, insgesamt nämlich 61000. Das ging aus dem Jahresbericht hervor, den die Büchereileiterin Anne Schneider am Montag im Lindenberger Stadtrat vorstellte.

Als Grund für den Anstieg nannte Schneider vor allem die Neuanschaffung von Hörbüchern, die zusammen mit Musik-CDs rund 13 Prozent aller geborgten Medien ausmachten.

Trotz der Rekordausleihen war die Zahl der Leser 2008 rückläufig. Schneider führte das teilweise darauf zurück, dass sich viele Partner eine Büchereikarte teilen und damit einen Jahresbeitrag sparen.

Sowohl Schneider als auch alle Fraktionssprecher freuten sich besonders über den erneuten Anstieg der Nutzungszahlen im Bereich Kinder- und Jugendliteratur um elf Prozent: mit 25155 von insgesamt 60959 Ausleihen pro Jahr waren Kinder- und Jugendbücher mit Abstand das beliebteste Medium. Die 850 minderjährigen Leser stellten zudem die größte Benutzergruppe.

Kein Wunder, wenn man bedenkt, wie sich die Bücherei für diese Altersgruppe engagiert. Mit dem Medienprojekt «Antolin» werden Grundschulkinder schon früh an Bücher herangeführt. «Lesestart», eine Initiative deutscher Kinderarztpraxen, klärt Eltern über die Vorteile von frühem Vorlesen für die Sprachentwicklung ihrer Kleinkinder auf.

Dienstag ganztags offen

Für die durchgehenden Öffnungszeiten am Dienstag machte Schneider besonders Werbung. Die zwischen 12 und 15 Uhr nur von einer Mitarbeiterin besetzte Bücherei sei mit 123 Ausleihen durchaus ausgelastet. Viele Berufstätige nutzten ihre Mittagspause, um sich in der Bücherei mit neuem Lesestoff zu versorgen. Außerdem erledigten viele Schüler, die in der Mittagspause nicht nach Hause gehen können, dort ihre Hausaufgaben.

CSU-Fraktionssprecher Stefan Bihler fragte sich , «wo diese Kinder an den anderen Wochentagen ihre Heimat suchen?». Josef Boch (Freie Wähler) schlug vor, die Kinder über die Mittagspause in den Schulen zu beherbergen. Letztlich gab es keine Einwände dagegen, die Bücherei auch in diesem Jahr dienstags durchgehend geöffnet zu lassen.

2009 möchte Schneider einen Grundbestand an DVDs anschaffen. Dieses 1500 Euro teure Projekt wird mit 600 Euro gefördet. Mit einem Zuschuss der Stadt von insgesamt 11000 Euro erfüllt die Stadtbücherei weiterhin die Förderungskriterien der staatlichen Landesfachstelle. Die schreibt einen Medienetat der Stadt von ungefähr einem Euro pro Einwohner vor. Außerdem sollen noch mehr Veranstaltungen für ältere Menschen angeboten und verstärkt mit den Kindergärten zusammengearbeitet werden.

Schneider bemängelte allerdings, dass die Stadtbücherei keinen Veranstaltungsraum hat. Außerdem seien die Räume zu klein und nicht behindertengerecht. Josef Boch (Freie Wähler) bot ihr an, künftig für Veranstaltungen die Aula der Antonio-Huber-Schule zu nutzen. Schneider freute sich über das Angebot, gab aber zu Bedenken, dass dann der Bezug zur Bücherei fehle.

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