Immenstadt
Buddhisten kehren in ihre Heimat zurück

3000 Menschen aus 50 Nationen auf 6000 Quadratmetern Zeltfläche, die während ihres 14-tägigen Aufenthaltes mehr als 16 Tonnen Gemüse, acht Tonnen Fleisch und die selbe Menge Fisch verspeist haben: Das ist die - rein zahlenmäßige - Bilanz des zweiten internationalen Sommerkurses auf Gut Hochreute. Gestern ging die Veranstaltung des buddhistischen Dachverbands Diamantweg in deren Europazentrum oberhalb des Großen Alpsees zu Ende.

«Dadurch, dass die Infrastruktur heuer gegeben war, haben wir uns dieses Jahr sehr viel leichter mit der Organisation getan als 2008 getan», sagt Nadja Graf, Pressesprecherin des Buddhistischen Zentrums Immenstadt. Das Besondere an der zweiten Auflage des größten Buddhistentreffens in Deutschland sei gewesen, dass sich gleich zwei hohe Würdenträger die Ehre gegeben hätten: Seine Heiligkeit, Karmapa Thaye Dorje, sowie der zweithöchste Lehrer der Kagyü-Linie, Shamar Rinpoche.

Rund 500 der insgesamt 3000 Teilnehmer aus Ländern wie Peru,

Kuba, Antigua und Sri Lanka seien

in Hotels und Ferienwohnungen der

Region untergekommen. Die große Mehrheit übernachtete in Zelten auf dem Gelände. Mehrmals täglich pendelten Busse zwischen dem Tagungsort und dem Viehmarktplatz, hin und her. «Das hat super geklappt», resümiert Graf.

«Ich brauche jetzt erst mal zwei Wochen Urlaub», sagt Markus Pregler. Der 47-Jährige war einer von zwei Köchen, die in einem Team von jeweils 25 festen Helfern Schichtdienst in der Küche übernommen hatten. Täglich mussten ein Frühstücksbuffet und zwei warme Mahlzeiten im Küchenzelt gezaubert werden. Um die täglichen Lieferungen von drei regionalen und einem überregionalen Lebensmittelversorger pünktlich zwischen fünf und halb sieben Uhr morgens entgegen zu nehmen, klingelte um 4.30 Uhr der Wecker in seinem extra angemieteten Wohnwagen. «Das ist schon ein Knochenjob, aber ich mache es gerne und die Stimmung hat auch heuer wieder gepasst.»

Der Nürnberger ist nach eigener Aussage seit drei Jahren praktizierender Buddhist. Nach dem Krebstod seiner Ehefrau sei er durch die buddhistischen Zeremonien wie Meditation und Erfahrungsaustausch um einiges «reifer geworden». Dass auch heuer wieder 300 Allgäuer Interesse an einem buddhistischen Einführungsvortrag gezeigt haben, überrascht ihn nicht. Für Buddhisten und Allgäuer gelte eben, so Pregler: «Leben und leben lassen.»

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