Buchloe
Buchloer Schulen verständigen sich

Zu einer Ortsbesichtigung der Baumaßnahmen an der Staatlichen Realschule Buchloe trafen sich die Mitglieder des Schulverbandes der Hauptschule Buchloe. Planer Alexander Müller vom Architekturbüro e3 aus Marktoberdorf informierte die Mitglieder dabei detailliert über den Baufortschritt und die einzelnen Maßnahmen der insgesamt fünf Millionen Euro teuren energetischen Generalsanierung.

Die Realschule diente dabei als Anschauungsobjekt für den Umbau der Hauptschule, mit dem im späten Frühjahr 2010 begonnen werden soll. Zwar unterscheiden sich beide Gebäude in ihrer Konstruktion und Planung, die vorgesehenen Maßnahmen (sieh Info-Kasten) und die spätere Optik würden sich jedoch gleichen, erklärte Müller.

Im Mittelpunkt der Begutachtung stand dabei vor allem die Sanierung der Gebäudehülle des Haupttraktes mit einem vorgefertigten Holzbausystem (BauabschnittI), die noch in diesem Jahr fertiggestellt werden soll.

Ziel der gesamten energetischen Sanierung ist eine Annäherung an den Passivhausstandard (wir berichteten mehrfach). Der Energiebedarf der Realschule soll sich damit um 80 Prozent verringern.

In seiner Größe ist das Projekt im gesamten süddeutschen Raum einzigartig. Dies hatte jüngst auch Vertreter der Projektgruppe TES Energy Facade bestätigt, die die Sanierung begleiten. «Energieeffizientes Bauen mit innovativen Holzbautechnologien hat hier eine wirtschaftlich sinnvolle und architektonisch ansprechende Lösung gefunden», hatte Frank Lattke, Vertreter der TU München in der TES, nach einer Baubesichtigung mit Kollegen aus Finnland und Norwegen gelobt. Landrat Johann Fleschhut nahm die Resonanz freudig auf. «Wir wollten mit der Sanierung der Realschule in Buchloe neue Wege für den Klimaschutz zusammen mit dem Holzbau gehen und in unserem Landkreis Zeichen für Nachahmer setzen», so Fleschhut in einer Pressemitteilung. Alle Schulen sowie das Landratsamt Ostallgäu kämen in den nächsten Jahren auf den energetischen Prüfstand.

Ziel sei es, eine Annäherung an den Passivhausstandard in allen Liegenschaften zu erreichen. Besonders erfreut zeigte sich Fleschhut über die Tatsache, dass bei der Planung, Fertigung und Montage der Holzfassadenelemente ausschließlich Firmen aus dem Landkreis beteiligt waren: «Dies zeigt, welche innovativen Unternehmen im Ostallgäu angesiedelt sind.»

In gleichem Stile soll nun auch die Sanierung der Hauptschule vonstatten gehen. Mit Kosten in Höhe von rund fünf Millionen Euro wird diese jedoch teuerer ausfallen als der einstige Neubau. Schulverbandsmitglieder und Architekt verständigten sich in der Abschlusssitzung auf eine Bauzeit von zwei Jahren.

Positive Nachrichten gab es bei den Gesprächen auch für die Realschule Buchloe: Hauptschul-Rektor Christian Schöne stellte in Aussicht, während der Innensanierungsarbeiten (Bauabschnitt II), die von Frühjahr bis Herbst 2010 andauern sollen, zwei Schulklassen aufzunehmen. Somit wären für die Realschule nur noch vier der angedachten sechs Unterrichts-Container als Ausweichräume nötig.

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