Buchloe als Vorbild bei Hinweisschildern

Kaufbeuren/Buchloe | mab | Auswärtige wie Einheimische sollen künftig in Kaufbeuren besser zu Firmen und Gewerbetreibenden hinfinden. Das diskutierte der Kaufbeurer Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Anlass für diese Angelegenheit war laut Stadtplaner Manfred Pfefferle, dass eine Firma an die Stadt herangetreten war, mit der Bitte, so genannte 'Sammelinformationsanlagen' auf kommunalem Grund aufstellen zu dürfen. Gewerbetreibende können sich auf diesen Schildern darstellen, so dass Autofahrer schnell zu ihrem Ziel finden sollen. Die ganze Sache wäre für die Stadt kostenlos gewesen, die Firma hätte sich über den Verkauf der Flächen auf diesen Schildern finanziert. Laut Oberbürgermeister Stefan Bosse (CSU) habe der Anbieter 70 Schilder für Kaufbeuren vorgesehen.

Doch einfach vergeben wollte die Stadtverwaltung den Auftrag nicht. Statt dessen fuhr eine Delegation durch Schwaben, um sich anzuschauen, wie es andere Kommunen gemacht haben. Pfefferle sagte es frei heraus: Ein bunter Schilderwald, der zum Beispiel in Mindelheim zu finden ist, bringe überhaupt nichts. 'Das ist völlig unübersichtlich. Man müsste eigentlich vor dem Schild anhalten, um sich zu orientieren. Das können wir den Leuten nicht zumuten.'

Pfefferle zeigte noch eine ganze Reihe von positiven und negativen Beispielen unter anderem aus Lauingen, Dillingen, Augsburg, Bobingen oder Landsberg. Doch Bosse machte in der Sitzung keinen Hehl daraus, welche Form eines Leitsystems er eigentlich bevorzugt: 'Die Buchloer machen das wesentlich besser. Da ist alles einheitlich, darauf wollen wir hinaus.' Johannes Espermüller (FDP), der das System aus eigener Erfahrung kennt, pflichtete ihm sofort bei.

Das sah Dr. Wolfgang Schmied (SPD) ähnlich: 'Das Buchloer Modell scheint mir sinnvoll. Ich bin oft dienstlich unterwegs - und auf den bunten Schildern habe ich noch nie etwas gefunden.' Wolfgang Hawel (Grüne) meinte, zusätzlich zu dem Buchloer Modell könne man auf dem Schild jeweils ein Firmenlogo erlauben. Eine Einheitlichkeit sei sinnvoll, die Stadt solle überhaupt einen 'Formenwildwuchs' eindämmen. Bosse betonte, dass die Stadt auf Privatgrund nur über wenig Handhabe verfüge. Ein zusätzliches Logo auf dem Schild wiederum verwirre nur. Letzten Endes beauftragte der Bauausschuss die Verwaltung, auf Grundlage dieser Diskussion einen Vorschlag zu erarbeiten, wie Kaufbeuren künftig konkret vorgehen wolle. Und ob die Hinweisschilder kommunal oder auch privat betrieben werden sollen. Eine Entscheidung soll in einer der nächsten Sitzungen gefällt werden.

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