Buchenberg / Kempten
Buchenberger wollen mehr Infos vom Gemeinderat

Jetzt haben es die Gemeinderäte Buchenbergs und Bürgermeister Toni Barth schwarz auf weiß: Die Bürger wollen von ihrem Gemeinderat ausführlicher informiert werden, eine Verschönerung des Ortskerns, eine bessere Internet- und Busverbindung, mehr Angebote für Jugendliche oder ein Wirtshaus als Treffpunkt. Andererseits: Die Buchenberger schätzen die Lage ihres Dorfes inmitten einer intakten Natur, Freizeitmöglichkeiten zum Baden, Wandern oder Langlaufen sowie die Infrastruktur.

Dies ist das Ergebnis einer Stärken- und Schwächen-Analyse, die die Gemeinde der Hochschule Kempten in Auftrag gegeben hatte. Die Präsentation der Studenten unter Leitung der Hochschul-Professoren Dr. Jochen H. Seidl und Dr. Frank Oerthel zeigte nicht nur auf, wo es klemmt im Ort, sondern unterbreitete auch Vorschläge, mit welchen Aktionen die Gemeinde attraktiver werden kann.

Vorschläge aufgezeigt

«Unsere Arbeit war es, die Bürger zu befragen und Vorschläge zur Verbesserung aufzuzeigen. An Ihnen liegt es nun, die Ergebnisse umzusetzen»: Jochen H. Seidl kennt viele Organisationen, die entsprechende Analysen in Auftrag gaben, danach allerdings die Hände in den Schoß und die Ergebnisse in eine Schublade legten. Deshalb seine Forderung an Toni Barth und Co.: «Machen Sie etwas draus.»

Stellen, wo die Gemeinde die Hebel ansetzen kann, gibt es genügend. Gravierend: Bei wichtigen Themen des Ortes fühlen sich viele Bürger nicht gut informiert. So schüttelten einige den Kopf bei den Stichworten wie Hackschnitzelheizkraftwerk oder Sommerau. Bei Ersterem wussten sie nicht, was das überhaupt ist. Bei der Sommerau wunderten sie sich verständnislos: «Weshalb nur muss eine Gemeinde ein Gasthaus finanziell unterstützen?» Und dass Buchenberg eine Partnerschaft mit dem französischen Ort Craon unterhält, war vielen ebenfalls gar nicht bekannt.

Moderner Internetauftritt?

Deshalb der Vorschlag der Studenten: eine offensivere Informationspolitik und ein modernerer und ausführlicherer Internetauftritt. Denn, so die Studenten: «Die Homepage ist die Visitenkarte einer Gemeinde.» Oder ein auffälliges Logo, das sie mit den Begriffen Sonne, Bienen und Skispringer gestalten würden. Ein weiterer wichtiger Ratschlag auf dem Weg zu einer besseren Zukunft: Mit dem Bau eines Bio-Kompetenz-Zentrums würde laut Studenten die Gemeinde Buchenberg regenerative Energien gewinnen, was in einer Zeit wie dieser wichtiger denn je sei.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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