Gefahr
Brücke droht auf Zugstrecke zu stürzen

Alles musste gestern Nachmittag ganz schnell gehen: Die Stadt ordnete die Sperrung der Bahnstrecke zwischen Kaufbeuren und Buchloe an, da die Straßenbrücke in der Josefsthaler Straße akut einsturzgefährdet ist. Vor der Gefahr warnten gestern Gutachter, die den maroden Übergang eingehend untersucht hatten. Zahlreiche Berufspendler mussten auf Busse umsteigen, die bis auf Weiteres statt der Züge zwischen Kaufbeuren und Buchloe verkehren.

Die Warnung der Gutachter kommt überraschend, weil die Stadt Kaufbeuren die Brücke seit Monaten sanieren lässt. Während dieser Arbeiten hatte sich wie berichtet herausgestellt, dass die Schäden an dem Bauwerk durch sein Alter, die hohe Verkehrsbelastung und durch Streusalz noch größer sind als bisher angenommen. Daraufhin ließ die für die Brücke verantwortliche Stadt das Bauwerk abermals statisch untersuchen. «Das Ergebnis forderte unverzügliches Handeln», so der städtische Referatsleiter Markus Pferner. «Es darf kein Zug mehr fahren.»

Die Deutsche Bahn stellte gestern kurzfristig Busse bereit, in die Fahrgäste an den Bahnhöfen in Buchloe und Kaufbeuren nun umsteigen müssen. Wegen der Fahrunterbrechung gab es vor allem am Buchloer Bahnhof Irritationen unter den Fahrgästen, die von ihren Arbeitsstellen auf dem Weg nach Hause waren.

«Wir haben kurz vor der Einfahrt nach Buchloe gesagt bekommen, dass wir aussteigen und mit Bussen weiterfahren müssen», so Meinrad Bucher aus Friesenried, der aber Verständnis zeigt. «Ich glaube, es ist nicht einfach, so schnell Ersatz zu organisieren.»

Reisenden aus dem Oberallgäu sowie München und Augsburg empfiehlt die Bahn, über Memmingen auszuweichen. Wie lange die Sperrung dauern wird, konnte bei der Stadt Kaufbeuren gestern aber noch niemand sagen. Heute soll entschieden werden, wie und wann das Bauwerk abgebrochen wird. «Die Brücke muss auf jeden Fall abgerissen werden», so Pferner. Für die Zeit dieser Arbeiten werde die Bahnstrecke gesperrt bleiben.

Warum die Einsturzgefahr erst jetzt festgestellt wurde und nicht bei den vielen vorherigen Untersuchungen der seit Langem für den Autoverkehr gesperrten Brücke, konnte Pferner gestern noch nicht sagen. «Das war aber nicht absehbar», meinte er.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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