Westallgäu
Briefwahl ist sehr beliebt

Die Briefwahl erfreut sich steigender Beliebtheit - darauf jedenfalls lässt eine Umfrage bei den Gemeinden im Westallgäu schließen. In Weiler-Simmerberg beispielsweise lagen für die Bundestagswahl bereits 740 Anträge vor - das sind immerhin 16,4 Prozent aller Wahlberechtigten. Friedhold Schneider vom Ordnungsamt der Marktgemeinde ist sich aber sicher: «Bis zum 25. September werden es bestimmt 900 Anträge.» Bei der Bundestagswahl vor vier Jahren waren es am Ende knapp 100 Briefwähler weniger.

In der Weilerer Gemeindeverwaltung werden ständig neue Unterlagen für die Briefwahl ausgegeben, berichtet Schneider. «Die Briefwahl ist gar nicht mehr wegzudenken», sagt er und spricht von ein em «Trend für die Zukunft.» Die Briefwahl ist für Schneider eine gute Möglichkeit, die «Wahlmüdigkeit» etwas zu bekämpfen. Deshalb wirbt die Gemeindeverwaltung laut Schneider auch fleißig für diese Möglichkeit der Stimmabgabe.

Auch in anderen Gemeinden und Städten wird die Briefwahl für die Bundestagswahl rege genutzt: In Lindenberg wurden bisher über 1400 Anträge gestellt (16,7 Prozent aller Wahlberechtigten). Maria Lechermann, Sachbearbeiterin für Wahlangelegenheiten, geht davon aus, dass die Marke von 2005 (knapp 1600 Anträge) wieder erreicht oder sogar überschritten wird. «Die Briefwahl ist beliebt, weil sie für viele einfach angenehmer ist als der Urnengang», sagt Maria Lechermann.

Gerade ältere Leute könnten zu Hause in Ruhe ihren Wahlzettel ausfüllen und sich somit den Weg ins Rathaus sparen.

In Lindenberg kann bei dieser Wahl die Briefwahl erstmals online beantragt werden. Diese Möglichkeit haben bisher etwa 450 Wähler in Anspruch genommen. «Viele nutzen scheinbar lieber den herkömmlichen Weg und kommen ins Rathaus», meint Maria Lechermann dazu.

Schon länger übers Internet können Bürger in Weiler-Simmerberg die Briefwahl beantragen. Hier sind laut Friedhold Schneider 350 Anträge über diesen Weg gestellt worden. In anderen Gemeinden ist die Briefwahl ebenfalls beliebt:

Scheidegg: In der Marktgemeinde zählt die Verwaltung bereits 471 Anträge und hat damit schon knapp eine Woche vor Schluss die Marke von 2005 überschritten (464 Anträge).

Heimenkirch: Dort ist die Entwicklung ähnlich. Es liegen knapp über 400 Anträge vor. Silke Huber von der Verwaltung rechnet mit etwa 500 Briefwählern. Auch damit wäre die Zahl von 2005 getoppt (455 Anträge/17,5 Prozent aller Wähler).

Verwaltungsgemeinschaft Argental: Hier haben 610 Bürger und damit knapp 14 Prozent aller Wähler Briefwahl beantragt. Exakt diese Marke wurde bei der letzten Bundestagswahl am Ende erreicht. Kerstin Münzel von der VG Argental geht davon aus, dass die Zahl noch steigt.

Hergatz: 230 Anträge sind bislang in der Gemeinde eingegangen. Fina Bauer vom Einwohnermeldeamt vermutet, dass die Zahl der Anträge bei der Bundestagswahl 2005 niedriger ausfiel. Konkrete Zahlen konnte die Gemeinde aber nicht nennen, da die Unterlagen von 2005 nicht mehr vorliegen.

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