Festspiele
Bregenzer Festspiele - am 20. Juli geht es los

Dass die Bregenzer Festspiele ein riesengroßes Unternehmen sind und in dieser Region künstlerisch wie wirtschaftlich einen hohen Stellenwert besitzen, zeigt sich in diesen Tagen, kurz bevor dort am 20. Juli (21.15 Uhr) mit der Aufführung der Oper André Chénier von Umberto Giordano der Startschuss fällt. Tägliche Proben, tägliches Bohren und Hämmern der Handwerker oder tägliche Reinigung der rund 7000 Sitzplätze auf der Zuschauertribüne.

Selbst letztere Arbeit hat in Bregenz eine bemerkenswerte Dimension: 14 Mitarbeiter begeben sich, bewaffnet mit einer leistungsstarken Wasserspritze, jeden Morgen, wenn die Sonne aufgeht, auf die Suche nach Schmutzflecken - und machen ihnen den Garaus. << Von morgens 6 Uhr bis um 14 Uhr >>, erzählt Reinigungs-Mitarbeiter Farmani Isci, seien er und die Kollegen mit Saubermachen rund ums Festspielhaus beschäftigt. Alle Sitze werden geputzt und selbst das Wasser im Bassin auf dem Festspielhaus-Vorplatz wird gereinigt.

Die Bregenzer Festspiele wollen auch in diesem Jahr in hellem Glanz erscheinen, Massen von Zuschauern an den Bodensee locken und für Furore sorgen.

Wie sie das stets schaffen? Zum Beispiel mit einem Bühnenbild, das es in diesen Ausmaßen sonst nirgendwo gibt, wie es Festspiel-Sprecher Axel Renner seit Jahren immer wieder betont. Heuer ist es ein Kopf, der für Aufsehen sorgen soll. Seine Maße: 14 Meter Höhe, 16 Meter Breite, 60 Tonnen Gewicht. In Vorarlbergs Hauptstadt wird nicht gekleckert, wenn die Festspiele auf dem Programm stehen - es wird geklotzt. Da ist es auch möglich, die Augen des überdimensionierten Kopfes auf- und zuzumachen, die Lippen können geöffnet werden, eine Seite eines kolossalen Buches auf der Bühne wird umgeblättert, es wirken rund 200 Darsteller auf der Seebühne mit.

Das Spiel auf dem See, so das Credo der Verantwortlichen, soll für die Zuschauer inhaltlich und visuell etwas bieten. Vermutlich garantiert gerade dieser Mix eine beeindruckende Zahl alleine auf der Seebühne von gut über 160000 Besuchern pro Festivaljahr. Dass auch die inhaltliche Komponente der Oper André Chénier vordringt in die Herzen des Publikums, davon ist Intendant David Pountney überzeugt. Von dramatischen Szenen, die unter die Haut gehen, spricht er im Vorfeld der Premiere, von einer packenden Geschichte und spannenden Momenten in der Zeit der Revolution - und von eindringlicher Musik, die 1896 erstmals zu hören war.

<< Wir alle hier haben große Erwartungen >>, bekennt David Pountney. Und wenige Tage vor der Premiere hinterlässt er durchaus jenen Eindruck, dass er felsenfest davon überzeugt ist, diese Erwartungen auch erfüllen zu können.

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