Brauereihalle soll 2010 zu Museum umgebaut werden

Von Sylvia Rustler
| Ottobeuren Die Abfüllhalle der ehemaligen Brauerei Hirsch in Ottobeuren soll sich ab 2010 in eine Kunsthalle verwandeln. Geplant ist ein Museum mit Werken des Ottobeurer Künstlers Diether Kunerth. Wie die Kunsthalle aussehen wird, ist laut Bürgermeister Bernd Schäfer aber noch offen. Bei einem Architekten-Wettbewerb sollen Ideen miteinander verglichen werden.

Die Gemeinde hat die frühere Brauerei erworben und treibt nun den Abriss voran. Wie berichtet, erhält Ottobeurens Zentrum mit der Umgestaltung des Hirschareals ein neues Gesicht. Betreut wird das Großprojekt von einer Firma für Städtebaukommunalberatung.

1000 Quadratmeter groß und sechs Meter hoch

Nach Schäfers Worten wird der Abbruch voraussichtlich Ende dieses Jahres abgeschlossen. Die 1000 Quadratmeter große und etwa sechs Meter hohe Abfüllhalle bleibt erhalten. 2009, so Schäfer, soll das «Planungsjahr» für die Kunsthalle werden, 2010 der Umbau starten.

«Die Halle ist ein flexibler Baukörper, was das Ganze unheimlich interessant macht», sagt Schäfer. So sei es zum Beispiel denkbar, dass in die hohe Halle Zwischengeschosse eingezogen werden, damit die Kunsthalle «eine ordentliche Museumsgröße» hat.

250 Werke, die Entwicklung von Diether Kunerth aufzeigen

Sind die Arbeiten an der Halle fertig, sei geplant, dass sie ein Förderverein mietet und für den laufenden Betrieb aufkommt. Der Verein, dem Künstler Diether Kunerth Werke über eine Stiftung zur Verfügung stellen möchte, wird am 1. Dezember aus der Taufe gehoben.

Das Museum soll aus einer Dauerausstellung mit rund 250 Skulpturen, Gemälden, Grafiken und Fotografien bestehen, die die Entwicklung des Künstlers aufzeigen. Daneben sind halbjährlich wechselnde Themenausstellungen vorgesehen. Das Spektrum reicht von Zyklen zu Themen wie Indien und Mittelmeerraum bis hin zu Arbeiten, die sich mit dem Menschen oder dem Gesicht beschäftigen. Das Werk des Künstlers ist so umfangreich, «dass man über 25 Jahre jedes Jahr eine Ausstellung machen könnte, ohne dass ein Bild zweimal aufgehängt wird», sagt Schäfer.

Ottobeurens Rathauschef bezeichnet es als Aufgabe einer Kommune, einen renommierten Künstler wie Kunerth zu unterstützen und seine Werke für spätere Generationen zu sichern. Außerdem soll den rund 500 Gästen, die pro Tag nach Ottobeuren kommen und die Basilika besichtigen, ein «tagesfüllenderes Programm» geboten werden. «Die Leute, die zu uns kommen, sind an Kunst sehr interessiert.» Das Hauptaugenmerk der Gemeinde liege bei dem Hirsch-Projekt aber auf der Verschönerung des Zentrums. «Der Ortskern soll wieder mehr zur Geltung kommen.» Eine Kunsthalle sei da eine «ideale Ergänzung».

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