Immenstadt / Blaichach
Bosch: Seit April ist die Talsohle durchschritten

Mit gemischten Gefühlen sieht Bosch, wichtigster industrieller Arbeitgeber der Region, auf die weitere Entwicklung des Automarktes, wenn die derzeitigen Förderprogramme auslaufen. «Wir sehen Risiken», sagt der kaufmännische Werkleiter Johannes Lauterbach mit Blick auf die fürs Jahr 2010 bestehende Unsicherheit. Schließlich habe gerade die Abwrackprämie in Deutschland nur viel Nachfrage vorgezogen. Nun hofft das Unternehmen, dass in anderen Ländern der Autoabsatz wieder anspringt, wenn Maßnahmen wie die Abwrackprämie auslaufen.

Aktuell sind die Vorzeichen eher positiv: Den bisherigen Tiefpunkt hatte der Automobilzulieferer mit Werken in Immenstadt und Blaichach heuer im ersten Quartal: Da lagen die Stückzahlen der ausgelieferten Teile 30 bis 50 Prozent unter denen im Jahr 2007. «Seit April haben wir eine vergleichsweise stabile Situation und die Talsohle durchschritten», hofft Lauterbach (wie bereits im allgemeinen Wirtschaftsteil berichtet).

«Mit der Stammmannschaft»

Wann es richtig aufwärtsgeht, mag (und kann) freilich auch bei Bosch niemand vorhersagen. 2012, vielleicht auch schon 2011, könne man das frühere Niveau wieder erreichen, hofft der technische Werkleiter Arne Rösch. Er macht aber auch deutlich, dass das letztlich nur Spekulationen sind. Dennoch denkt die Führungsspitze bereits an diese Zeit: «Wir wollen mit der Stammmannschaft durch die Krise gehen.»

Schließlich, lobt Lauterbach, habe man eine «starke Belegschaft», ideenreich, kreativ und flexibel. Auch der «gravierende demografische Wandel», vor dem Deutschland steht, ist demnach ein Grund, die Mitarbeiter zu halten. Zumal die laut Rösch einen sehr hohen Facharbeiteranteil stellen und auf dem Markt die Qualität der Produkte entscheidet.

Seit 1960 hat Bosch am Standort rund 2000 Lehrlinge ausgebildet. Zum 1. September beschäftigt Bosch heuer 205 Auszubildende - die Mädchenquote liegt bei 25 Prozent, soll aber steigen.

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