Förderung
Bonuskarte für ehrenamtlich tätige Menschen soll es künftig auch in Kempten geben

Angelehnt an die Ehrenamtskarte im Landkreis Oberallgäu will auch die Stadt künftig Menschen belohnen, die sich freiwillig in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Jedes Jahr sollen 350 Personen in den Genuss etwa von Freifahrten bei Bergbahnen oder kostenlosen Museumseintritten kommen. Im Haupt- und Finanzausschuss gab es dazu am Montagabend einhellige Zustimmung.

Als «Grundlage des demokratischen Zusammenlebens» bezeichnete Sozialreferent Benedikt Mayer das ehrenamtliche Engagement vieler Bürger - auch derer, die sich nicht in speziellen Vereinen und Verbänden einbringen. Ziel sei deswegen, die Personen zu fördern, die sich im sportlichen, kulturellen, sozialen und gesundheitlichen Bereich für andere stark machen. Den Anteil dieser Menschen - ob organisiert oder privat - bezifferte kürzlich eine bundesweite Studie auf 64 Prozent.

Das Zuckerl namens Ehrenamtskarte können also Lesemütter genauso bekommen wie Turngruppenleiter oder Feuerwehrleute. Eine Einschränkung in den Vergabekriterien ist allerdings, dass nur begünstigt werden soll, wer keinerlei Vergütung für seine Dienste bezieht.

Und wer befindet darüber, wer die Ehrenamtskarte bekommen soll? Vorschläge können Vereine, Verbände, Wohlfahrtsorganisationen und Behörden machen. Sie stünden mit den Helfern ohnehin meist in Kontakt, hieß es. Somit werde ausgeschlossen, dass Leute eine Bonuskarte erhalten, nur weil ein Bekannter sie dafür empfiehlt. Wenn mehr als 350 qualifizierte Vorschläge eingehen, soll das Los entscheiden.

Öffentliche Einrichtungen sind die Sponsoren

Für die Ehrenamtscard im Oberallgäu gibt es bereits etliche Sponsoren wie Bergbahnen, Bäder, Museen und andere Freizeiteinrichtungen. Die Stadt will sich dort angliedern und eigene Angebote einbringen - das Cambomare wurde genauso genannt wie das Theater. Mit der Ehrenamtskarte können die Inhaber daneben günstiger oder umsonst bestimmte Parkplätze anfahren oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

Die Ehrenamtscard gilt für die jeweiligen Empfänger ein Jahr lang.

Die Kosten für die Einführung der Karte schätzen die Verantwortlichen im ersten Jahr auf 10000 Euro. Im Ausschuss waren keinerlei Einwände zu hören. «Wir müssen etwas tun, um die jetzigen Strukturen am Leben zu erhalten», meinte beispielsweise Harald Platz.

Bisher hat die Stadt besondere ehrenamtliche Leistungen zum Beispiel mit Rathausmedaillen oder der Sportehrennadel gewürdigt. Daneben gibt es in den verschiedenen Organisationen Auszeichnungen für besondere freiwillige Dienste oder langjähriges Engagement.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen