Wochenendreportage
Bluten für den guten Zweck - all-in.de beim Blutspenden in Memmingen

Am kommenden Dienstag (14. Juni) ist der Weltblutspendetag. Grund genug für all-in.de, eine mutige Reporterin loszuschicken zu ihrem allerersten Blutspendetermin. Die Video-Kamera war dabei.

180 Blutspender kamen zum Roten Kreuz in Memmingen und haben mir bewiesen, dass Blutspenden ein ganz normaler Vorgang ist, der einem keine Angst machen muss. Ein Paar Dinge musste ich vorher noch beachten, um überhaupt spenden zu dürfen. Zum einen musste ich volljährig sein. Ich bin 19, also war das kein Problem. Blutspenden darf jeder im Alter zwischen 18 und 69 Jahren.

Zum anderen muss man gesund sein. Im medizinischen Fragebogen wurde unter anderem gefragt: ,,Sind Sie schwanger?" Oder: ,,Haben Sie sich zu Zeiten von BSE in Großbritannien operieren lassen?" Fragen wie diese konnte ich alle mit ,,Nein" beantworten. Dann ging es weiter zum Blutdruckmessen.

Hier wurde dann gleich klar, dass ich über den Tag zu wenig getrunken habe. Mein Blutdruck war nämlich ziemlich niedrig. Aber hoch genug, um Spenden zu dürfen. Auf Befehl der Ärztin trank ich noch schnell zwei Becher Eistee. Etwa 1,5 Liter Flüssigkeit sollten bereits vor der Blutspende im Laufe des Tages getrunken worden sein. Auch eine Kleinigkeit gegessen haben sollte man in den letzten zwei bis drei Stunden.

Ich bin ja nicht gerade ein großer Freund von spitzen, kalten und angsterregenden Nadeln. Doch mein Blut musste vorher ja irgendwie untersucht werden. Deswegen bekam ich einen kleinen Piekser in mein Ohr. Diesen merkte ich aber überhaupt nicht. Die Mitarbeiterin untersuchte darauf mein Blut auf Krankheiten, zum Beispiel AIDS, und ermittelte, weil ich Erstspenderin war, meine Blutgruppe.

Das Personal besteht bei der Blutentnahme und beim ärztlichen Check aus Hauptamtlichen Mitarbeitern des Blutspendedienstes Bayern. In Oberbayern, Schwaben und im Allgäu sind sie jeden Tag woanders anzutreffen. Zum gesamten Team gehören Krankenschwestern, Arzthelfer, Rettungssanitäter und viele hilfsbereite Freiwillige.

So richtig nervös wurde ich, als ich von einem weiteren Mitarbeiter auf eine freie Liege gebeten wurde. Links und rechts von mir lagen weitere Spender, die - so schien es - ganz gelassen schon mit der Nadel im Arm dabei waren, einen halben Liter Blut zu spenden. Nun wurde meine linke Ellenbeuge sauber und steril gemacht, danach war es dann soweit. Der Helfer suchte sich eine Vene, in die er schließlich die Nadel einführte.

Während mir 500 ml Blut entnommen wurden, hatten die Mitarbeiter stets ein Auge auf mich gerichtet und fragten gelegentlich nach meinem Befinden. Das eigene Blut in solchen Mengen zu sehen, ist schon ein seltsames Gefühl. Aber nicht so seltsam, dass mir schwindelig oder schlecht wurde. Umzukippen war nämlich an diesem Abend meine größte Sorge. Nach ungefähr sechs Minuten war schon wieder alles vorbei. Ich bekam einen Verband, den ich für die nächsten vier Stunden tragen sollte. Nach weiteren zehn Minuten ließen mich die Ärzte wieder aufstehen und im Nebenraum bekam ich zur Stärkung Wurstsemmel und Kaffee.

Das Gefühl beim Verlassen des Gebäudes war sehr gut. Nicht nur aus gesundheitlicher Sicht. Vielleicht ein Leben zu retten, fühlt sich einfach toll an.

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