Buchloe
Blick zurück in die eigene Geschichte

Fast jeder Buchloer ist schon einmal dort vorbeigegangen: am Buchloer Kolpinghaus, nur einen Steinwurf vom Rathaus entfernt. Viele ältere Mitbürger dürften jedoch wissen, dass es einen Vorgängerbau an anderer Stelle gab, nämlich an der Schrannen-/Ecke Adolf-Müller-Straße, heutiges Anwesen der Familie Nusser.

Von 1949 bis 1954 war hier geistig wie räumlich der Anlaufpunkt der Kolpingbewegung in Buchloe (wir berichteten). Grund genug, im Jubiläumsjahr 2009 - die Buchloer Kolpingsfamilie wird heuer 100 Jahre alt - bei einer Feierstunde eine künstlerisch gestaltete Stele im Vorgarten sowie eine Erinnerungsplakette an der Hauswand der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Über 160 Personen, von «normalen» Kolpingmitgliedern über interessierte Zaungäste bis hin zu Ehrengästen - darunter Dekan Reinhold Lappat, Bürgermeister Josef Schweinberger, Pater Roman Löschinger aus Roggenburg, viele noch lebenden Präsides, Ehrenmitglieder und Vorstandmitglieder früherer Tage sowie der in Buchloe geborene Domkapitular Dr.

Bertram Meier, der die Festansprache hielt und die Segnung von Stele, Inschrift und Festgemeinde übernahm - fanden sich am Samstagabend an diesem «historischen» Ort ein.

Dauerleihgabe

Die Ausführung der Stele hatte Steinmetzmeister und Kolpingmitglied Josef Kober übernommen, der das Objekt der Buchloer Kolpingfamilie als Dauerleihgabe zur Verfügung stellt. Vorsitzende Rosalia Walter bedankte sich beim Künstler mit der gerahmten Ehrenmitgliedsurkunde von Kobers Großvater, die man beim Stöbern im Archiv im Vorfeld der Erstellung der Festschrift zum Jubiläumsjahr gefunden hatte.

Bescheidene Neuanfänge

In seiner Festansprache lenkte Meier den Blick zurück auf die bescheidenen Neuanfänge nach dem Zweiten Weltkrieg und interpretierte die in seiner Schlichtheit ausdrucksstarke und programmatische Künstlerarbeit im Hinblick auf die Grundkonstanten des Kolpingswerkes, die trotz veränderter weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen sowohl zur Zeit ihres Gründers, wie auch heute noch gelten: «Mit beiden Beinen auf der Erde stehen, wenn man vom Himmel spricht.»

Die musikalische Umrahmung des Festaktes übernahmen das Stephanus-Quartett unter Leitung von Anton Geldhauser sowie der Kolpingchor «Chorisma» unter Leitung von Beate Vogler.

Der zweite Teil des Abends - die Übergabe der von Buchloer Geldinstituten gesponserte Festschrift an Ehrengäste und Öffentlichkeit durch den zweiten Vorsitzenden Matthias Fack sowie das sich anschließende gemütliche Beisammensein - wurde aus Witterungsgründen in das (neue) Kolpinghaus verlegt.

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