Füssen
Bittere Zahlen zu feinen Speisen

Reinen, aber zugleich bitter schmeckenden Wein hat Bürgermeister Paul Iacob den Stadträten beim Neujahrsessen eingeschenkt: In diesem und im nächsten Jahr wird die Kommune unter erheblichen Steuerausfällen zu leiden haben. Er appellierte nicht nur an die Kommunalpolitiker, sondern an alle Füssener, auf den Gemeinsinn zu setzen: «Der Starke muss den Schwachen an die Hand nehmen.»

Im Hotel «Sonne» fand heuer das Neujahrsessen statt - und viele Stadträte nutzten die Gelegenheit, die komplett renovierten Hotelzimmer im Altbau zu besichtigen. «Das ist alles wunderschön geworden», lautete der Tenor zu den individuell gestalteten Räumen. Vier Jahre lang - erst mit dem Erweiterungsbau, dann mit der Renovierung - wurde in der «Sonne» gewerkelt, «jetzt sind wir gut aufgestellt», freute sich Inhaber Frieder Hanauer. Bürgermeister Iacob wiederum war froh darüber, dass bei diesen Arbeiten heimische Handwerker zum Zuge kamen. Das Ergebnis könne sich sehen lassen: «Wir können stolz sein auf solche Betriebe in Füssen.»

Ehe Stadträte und Mitarbeiter der Verwaltung das Menü - zum Beispiel Rinderfilet im Schinkenmantel an einer Portweinsauce mit gebutterten Spätzle und Gemüsenest - genießen konnten, schenkte ihnen der Rathaus-Chef freilich bitteren Wein ein: Die Finanzmisere der Stadt werde sich 2010 und 2011 verschärfen. Und noch völlig offen sei, wie man heuer einen Haushalt aufstellen könne, der letztlich vom Landratsamt genehmigt werde. Doch gebe es für Füssen auch Chancen, so Iacob. Die größte in diesem Jahr ist für ihn die im Mai beginnende Landesausstellung. 2011 folge der 125. Todestag von König Ludwig II. - auch dies sei eine Chance, die es zu ergreifen gelte.

Lichtblick Grundstücksgeschäfte

Beim Blick auf das zurückliegende Jahr ging der Bürgermeister vor allem auf die Grundstücksgeschäfte ein. So sei es der Stadt gelungen, in Baugebieten Flächen für knapp eine Million Euro zu verkaufen. Dazu kamen weitere Grundstücke, die nicht als Baugebiete ausgewiesen waren - wie zum Beispiel das Hallenbad-Areal: Hier habe die Stadt insgesamt rund 2,2 Millionen Euro eingenommen. Auch habe man wichtige Flächen für die Stadtentwicklung erworben, insgesamt 25000 Quadratmeter für über 700000 Euro.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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