Ostallgäu
Biomüll in falscher Tonne

Seit 1995 gibt es im Ostallgäu die Biotonne. Seitdem haben Bioabfälle in der Restmülltonne nichts mehr verloren. 2008 wurden im Ostallgäu 4025 Tonnen Biomüll über die Biotonne erfasst. Das sind rund 30 Kilogramm pro Einwohner und Jahr. Damit liegt die Erfassungsmenge deutlich unter dem schwabenweiten Durchschnitt von 45 Kilo. Diese niedrige Erfassungsmenge für sich betrachtet, ist noch kein Problem; schließlich ist die Eigenkompostierung im Ostallgäu weit verbreitet, heißt es in einer Pressemitteilung des Ostallgäuer Landratsamtes. Bedenklich aus Sicht der Abfallwirtschaft ist allerdings, dass die gleiche Menge Biomüll in den Restmülltonnen landet - und damit einer Kompostierung entzogen ist.

Während sich die Trennung und Erfassung sonstiger Wertstoffe in den vergangenen Jahren sehr erfreulich entwickelt hat, besteht beim Biomüll noch erheblicher Nachholbedarf, heißt es im Landratsamt. Daher wirbt die kommunale Abfallwirtschaft derzeit verstärkt für die getrennte Erfassung des Biomülls.

Die Hausmüllanalysen der letzten Jahre zeigen, dass viel zu viel Biomüll in den Restmülltonnen landet. Der Biomüllanteil in der grauen Restmülltonne hat sich in den vergangenen Jahren stetig erhöht, und lag 2008 bei 25,8 Prozent - hochgerechnet bei 4035 Tonnen. Damit landete 2008 genau so viel Biomüll in der Restmülltonne wie in der eigentlich dafür vorgesehenen Biotonne (Grafik).

Die getrennte Erfassung des Biomülls ist nicht nur aus Umweltgesichtspunkten wichtig, sondern birgt auch Einsparungspotenziale. Die Biomüllentsorgung ist um rund 100 Euro pro Tonne günstiger als die Restmüllentsorgung. Würde der gesamte Organikanteil im Restmüll über die Biotonne erfasst, könnten rund 400000 Euro pro Jahr eingespart werden. Dieses Geld käme allen Gebührenzahlern zugute.

Durch Kombination sparen

Ein Vergleich zeigt zudem, dass sich die Bürger durch die Verwendung einer Biotonne zusammen mit einer kleineren Restmülltonne Gebühren sparen können (Info-Kasten).

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