Unterallgäu
Biomüll für den Klimaschutz

Auch wenn man noch so sehr darauf achtet, dass vom Essen keine Reste übrig bleiben: Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, dass das letzte Stück weggeworfen werden muss, weil es auch am Tag danach nicht aufgegessen wurde.

<img data-cms_id="873372" data-cms_otag="IMG" data-fcms-id="IMG873372" src="/storage/pic/alfa/nachrichten/allgaeu/ticker/marktoberdorf/873372_0_58646989.jpg" title="Biotonne braune Tonne" />'Wichtig ist dabei aber, dass Essensreste weder in der Restmülltonne noch auf dem Kompost landen', sagt Johanna Schuster von der Abfallwirtschaftsberatung des Landkreises Unterallgäu. 'Wenn gekochte Essensreste auf dem Kompost entsorgt werden, wird Ungeziefer angelockt. Sie gehören deshalb in die Biotonne.'

Sie rät jedem, der noch keine Biotonne hat, diese jetzt zu bestellen. Die Kosten dafür seien überschaubar, sagt die Abfallwirtschaftsberaterin: Nur drei Euro im Monat koste die kleinste Biotonne, das 60-Liter-Gefäß, künftig.

In der Biotonne können laut Schuster Speisereste, Obst- und Gemüseabfälle, Brot, Fleisch- und Wurstreste, Eierschalen, Nussschalen, Obstkerne, Kaffeefilter, Teebeutel und sogar verdorbene Lebensmittel entsorgt werden. 'Und nicht nur das: Auch faules und grünes Obst, kranke Pflanzen oder Unkräuter nimmt sie problemlos auf', sagt die Abfallwirtschaftsberaterin.

Die Biotonne wird ab 2013 um 57 Prozent billiger. Es gibt sie in den Größen 60 Liter (36 Euro im Jahr), 80 Liter (48 Euro/Jahr) und 120 Liter (72 Euro/Jahr). Die Bioabfälle werden im Sommer jede Woche, im Winter alle zwei Wochen abgeholt. Die Sammelfahrzeuge bringen den Biomüll zur BIO-Energie Schwaben GmbH nach Erkheim. Dort werden die Bioabfälle vergoren.

Dabei entsteht - wie in einer Biogasanlage - Methangas. Mit diesem Gas wird ein Motor angetrieben, der über einen Generator elektrische Energie produziert. So wird aus den Bioabfällen Strom. Gleichzeitig wird auf diese Weise das klimaschädliche CO2, also Kohlendioxid, eingespart. Eine Tonne Biomüll ergibt laut der Abfallwirt-schaftsberaterin 200 kWh (Kilowatt-Stunden) elektrische Energie.

Mit dem gesamten Biomüll, der im Jahr 2011 im Unterallgäu gesammelt wurde, wurden ganze 645.200 kWh Energie erzeugt. Damit könnten 143 Vier-Personen-Haushalte ein ganzes Jahr lang mit Strom versorgt werden.

Nach wie vor sei aber natürlich auch die Eigenkompostierung eine sehr gute Möglichkeit, Bioabfälle wieder in den Kreislauf der Natur zurückzuführen, sagt Schuster. Geeignet seien beispielsweise Gemüseabfälle, Obstreste, Kaffeesatz, Teebeutel, Schnittblumen, Rasen- oder Gehölzschnitt.

Bei Fragen gibt die Abfallwirtschaftsberatung gerne Auskunft unter Telefon (08261) 995-367 oder -467. Informationen zur Abfallentsorgung findet man außerdem unter www.unterallgaeu.de/abfall

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