Betzigau
Biomasse beheizt Schule und Turnhalle

Die Entscheidung ist gefallen: Für das Schul- und Turnhallengebäude der Gemeinde Betzigau wird eine Biomasseanlage Pelletskessel mit Einbindung eines Blockheitskraftwerk angeschafft. Die Kosten dafür belaufen sich insgesamt auf 173000 Euro. Diesen Beschluss fasste der Gemeinderat Betzigau in seiner jüngsten Sitzung.

Dabei ist es möglich, von der Schule aus auch einige umliegende Gebäude mit zu versorgen. Ins Auge gefasst habe man, den alten Pfarrhof oder bei Bedarf auch das Pfarrzentrum einzubeziehen, informierte Bürgermeister Roland Helfrich. Weiter sei der Anschluss von einigen privaten Häusern denkbar: «Je mehr Verbrauch da ist, desto wirtschaftlicher wird die Anlage.»

Ein generelles Nahwärmenetz für die Gemeinde hatte der Gemeinderat bereits vor einiger Zeit ad acta gelegt. Der Grund: Es wäre nicht rentabel genug. Doch mit der Erneuerung der Heizanlage an der Schule sieht die Gemeinde die Chance, von hier aus nun einige Gebäude mit zu versorgen.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung hatte Architekt Kurt Güttinger die vier möglichen Energieversorgungsvarianten vorgestellt. Neben der konventionellen Wärmeerzeugungsanlage stellte Güttinger auch einen Vergleich zur Kombination aus Brennwerttechnik Erdgas mit Solaranlage und Biomasse Pelletskessel mit Solaranlage an. Laut seinen Berechnungen zeigt sich die gewählte Kombination aus Pellets und Blockheizwerk nach dem fünften Jahr am rentabelsten. Sie hat übrigens ein Volumen von 480 Kilowatt.

Wert hatte der Gemeinderat darauf gelegt, dass das Blockheizkraftwerk mit 6000 Stunden Laufzeit ausgelastet ist. «Folglich darf die Pelletsheizung nicht anspringen», so Helfrich. Diese zusätzliche Technik, ein besonderer Reglungsaufwand, kostet weitere 9000 Euro und gewährleistet dies.

Die Kosten von 173000 Euro splitten sich auf in 131000 Euro für die Biomasseanlage und 42 000 Euro für das BHKW. Laut Güttinger gibt es folgende Förderungen: für die Biomasse 14400 Euro, für das Blockheizwerk 11850 Euro. Des Weiteren gibt es von einer Koordinierungseinrichtung für nachwachsende Rohstoffe 2100 Euro.

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