Hirschegg
«Bioenergie Hirschegg» will Heizwerk befeuern

Im Kleinwalsertal soll endlich mit Biomasse geheizt werden: Dieser Tage wurde die Genossenschaft «Bioenergie Hirschegg» gegründet. Dies, so die Initiatoren, sei ein entscheidender Schritt zur Realisierung des ersten Biomasse-Heizwerks im Tal.

Die Idee zur Wärmeversorgung von Hirschegger Häusern wurde schon länger verfolgt - bislang fehlte aber eine handlungsfähige Organisation, die mit entsprechenden Rechten versehen als Auftraggeber und Koordinationsstelle dienen konnte. Mit der Gründung der Genossenschaft soll das Biomasse-Wärmeprojekt nun rasch vorangetrieben werden. Die Gründungsmitglieder der nicht gewinnorientierten Abnehmergenossenschaft sind Privatpersonen und die Raiffeisen Holding Kleinwalsertal.

In den Vorstand wurden gewählt: als Obmann und Vertreter der Raiffeisen Holding Julian Müller, Vizebürgermeister Christian Nenning, Jörg Bantel und Hubert Breyer.

Die Raiffeisen Holding unterstützte das Projekt bereits im Vorfeld mit einer Grobstudie und gewährt nun ein Darlehen für alle anfallenden Kosten inklusive voller Risikoübernahme, bis die Genossenschaft über Eigenmittel verfügt.

Ifen-Hotel als Hauptabnehmer?

Mit dem Eintritt der Holding in das Biowärme-Projekt musste auch das Tempo für die Realisierung verschärft werden. Denn das im Bau befindliche 5-Sterne-Ifen-Hotel könnte der größte Abnehmer werden. Allerdings: Will man dessen Haustechnik auf das Nahwärmeprojekt anpassen, muss die zeitgerechte Wärmelieferung garantiert werden.

Deshalb sieht der couragierte Zeitplan für die erste Wärmelieferung auch das Ende des laufenden Jahres vor. Auch im Wissen, dass «im momentanen Stadium noch nicht alle Unsicherheitsfaktoren detailliert eingeschätzt werden können», so Obmann Julian Müller. Für ihn ist der eingeschlagene Weg ein «wichtiger, guter Schritt», weil es jetzt einen entscheidungsbefugten Rechtsträger gibt - auch wenn es noch zu früh sei, vom tatsächlichen Zustandekommen des Projekts zu sprechen. Müller setzt auf die vor längerer Zeit mittels einer Befragung erhobene «große Akzeptanz» für die Heizwerk-Lösung.

Einen möglichen Standort hat man auch schon gefunden. Dieser soll in Außerhirschegg direkt an der Landesstraße liegen. Gerechnet wird mit bis zu 80 Wärmeabnehmern, die dann auch Mitglied der nicht gewinnorientierten Genossenschaft werden. Dort «wo wirtschaftliche Überlegungen» einen Anschluss möglich machen, will man Abnehmer für die Bio-Wärmeenergie in Hirschegg finden. Auf jeden Fall entlang der angedachten Leitungstrasse bis hin zum Walserhaus, so Müller.

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