Hergensweiler
Betz: «Wir müssen neue Wege gehen»

Die Hergensweilerer Gemeinderäte stehen einer offenen Jugendarbeit mit professioneller Unterstützung sehr positiv gegenüber. Das wurde bei der Vorstellung des Vereins «Jim» (Jugend im Mittelpunkt) deutlich. Über die mögliche Zusammenarbeit will das Gremium in einer der nächsten Sitzungen entscheiden.

Was Klaus Bilgeri, Vorsitzender von «Jim», im Gremium vortrug, stieß auf offene Ohren. Er stellte Konzepte und Ziele des Vereins vor, der Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche, aber auch für Eltern, Bürger oder Gemeinderat sein will. Aufsuchende Sozialarbeit, Entwicklung von Projekten auch zusammen mit Schulen oder örtlichen Vereinen, Vernetzung mit Angeboten und Einrichtungen im Landkreis - zu diesen Stichworten lieferte Bilgeri Beispiele aus Heimenkirch und Lindenberg, wo der Verein bereits tätig ist. Wichtig sei es, präsent zu sein, so der Sozialpädagoge.

Bürgermeister Georg Betz umriss kurz die Situation in Hergensweiler: Mit Vereinen, die gute Jugendarbeit leisten, aber auch dem Jugendraum, der geschlossenen werden musste, weil hier einiges ausuferte. Der Gemeindechef war sich sicher: «Wir müssen neue Wege gehen.» Sein Vorschlag fürs weitere Vorgehen: der im Zuge der Dorfentwicklung neu geschaffene Arbeitskreis Jugend und Senioren solle «Grundlagenforschung» betreiben und dann nach den Ferien Klaus Bilgeri dazuholen.

Gemeinderat Bernhard Merkel fragte nach den Zielgruppen: Ob es darum gehe, die «normalen» Jugendlichen «zusätzlich zu bespaßen» oder die kritischen aufzufangen. Im Fokus seien alle Jungen, mehr im Auge habe man aber die Integration der problematischen, stellte Bilgeri fest. «Wir können nur gewinnen», meinte Anton Hagg zur Zusammenarbeit mit «Jim».

Wünsche abfragen und Ideen sammeln, genüge nicht. Man müsse «die erreichen, die im Bahnhof die Scheiben einschmeißen und den Bauhof verschmieren».

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