Betriebe werden gefördert, damit sie mehr ausbilden

Von Jochen Sentner
| Kempten «Tat-Ort Sankt Mang» ist der Titel eines neuen Projekts im Programm Soziale Stadt. Ziel ist vor allem die Stärkung der lokalen Kleinbetriebe und deren Möglichkeiten, junge Menschen auszubilden. Dank eines ausgefeilten Antrags fließen Gelder aus dem Europäischen Sozialfonds und vom Bundesbauministerium. Alles in allem sind 345000 Euro vorgesehen.

Eine Vielzahl kleiner und mittlerer Betriebe finden sich in Sankt Mang, erklärte Dr. Richard Schießl, Leiter des Amts für Stadtentwicklung, im Haupt- und Finanzausschuss. Häufig seien es Zuwanderer, die Gastronomie- und Handels-Unternehmen führen. Betriebswirtschaftliche Kenntnisse fehlten ihnen allerdings häufig. Auch bei alteingesessenen Betrieben ließen sich Defizite feststellen. Ausbildung finde in diesen Geschäften kaum statt.

Da möchte «BIWAQ» ansetzen. «Das Programm Bildung, Wirtschaft Arbeit im Quartier will die Chancengerechtigkeit in Soziale Stadt-Gebieten fördern», sagte Schießl. Es gehe um positive wirtschaftliche Perspektiven, erfolgreiche Integration, gesellschaftliche Teilhabe. Langzeitarbeitslose und Jugendliche sollen profitieren, wenn die örtlichen Betriebe einen Aufschwung erleben.

Analysen als Grundlage

Wie können sich aber nun die Marktchancen der Kleinunternehmer verbessern? Analysen der Wirtschaftskraft und der spezifischen Probleme einzelner Betriebe sollen am Anfang stehen. Dann geht es um die Qualifizierung interessierter Unternehmer und die Förderung von Arbeits- und Ausbildungssuchenden. In einer Interessengemeinschaft könnten Betriebe mit ähnlichen Strategien kooperieren. Und mit einem Team aus Unternehmern wäre denkbar, den einen oder anderen Ausbildungsplatz zu schaffen.

Einrichtungen wie die Arbeitsgemeinschaft Grundsicherung Arge, sowie Handwerks- und Industrie- und Handelskammer werden in die Maßnahmen einbezogen. Eine Beratungsstelle wird dazu eingerichtet, die eng mit dem Quartiersmanagement zusammenarbeitet. Durch das zusätzliche Personal werde das Stadtteilbüro wesentlich gestärkt.

Unter 500 Bewerbern wurden 50 Vorschläge ausgewählt, darunter «Tat-Ort Sankt Mang». Für Schießl «Beleg für die Qualität unseres Antrags.» Der frühere Quartiermanager von Thingers, Norbert Bauschmid, hatte seine Erfahrungen in die komplexe Antragstellung eingebracht. Der Start des Projekts ist für Anfang 2009 vorgesehen.

Im Ausschuss wurde der zusätzliche Baustein der Sozialen Stadt ausdrücklich begrüßt.

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