Betonflut eindämmen - Bessere Konzepte für den Wohnungsbau fördern

Erna-Kathrein Groll, Kandidatin für die Landtagswahl, berichtete in der „Grünen Runde“ über den ersten erfolgreichen Schritt für das Volksbegehren gegen den Flächenfraß. „Wir konnten über 49.000 Unterschriften beim Innenministerium in München einreichen. Das ist das annähernd das Doppelte der erforderlichen Anzahl“, freute sich Erna-Kathrein Groll. Diese große Zustimmung für die Einleitung eines Volksbegehrens, haben wir auch an den Infoständen in Kempten und dem gesamten Allgäu erlebt. „Jeden Tag verschwindet in Bayern die Fläche von 18 Fußballfeldern unter Asphalt und Beton. Das erleben die Menschen im Allgäu auch ganz konkret in Stadt und Land und sind gerne bereit sich für das Volksbegehren einzusetzen.“ Die Sorge, dass durch das Volksbegehren möglicherweise die Entwicklung des Wohnungsbaus aufgehalten werden könnte, wurde durch die Landtagskandidatin aus Kempten jedoch verneint. „Wir brauchen bessere Konzepte für den Wohnungsbau, die Flächen sparen helfen und die Wohnqualität verbessern.“ Sie verdeutlichte, dass die Wohnfläche pro Person sich in Bayern von 1987 auf 2015 um 10,2 Quadratmeter auf rund 48 Quadratmeter erhöht hat und das obwohl immer mehr Menschen allein leben. „Dieser Entwicklung können moderne Konzepte des Wohnungsbaus entgegenwirken. Beispiele dafür werden bereits deutschlandweit erfolgreich erprobt, wie der variable Wohnungsbau, in dem Individualräume minimiert und Gemeinschaftsräume qualitativ erweitert werden oder auch Wohnungen mit flexiblen Grundrissen, die sich den jeweiligen, oft zeitlich begrenzten Ansprüchen anpassen können.“ In der Diskussion mit den Gästen der Grünen Runde war schnell klar, dass die Steuerung über politische Fördermodelle hier zu einer qualitativen Verbesserung führen könnten. Evelyn Lunenberg, Kreissprecherin der Kemptener Grünen machte klar: „Wir müssen verhindern, dass die wenigen Grundstücke, die es noch gibt, in großem Umfang von Investoren erworben werden, denn das heizt den Wohnungsmarkt an und verteuert Wohnen.“

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