Leipziger Buchmesse
Bestsellerautor Michael Peinkofer stellt Roman für Leipziger Buchmesse vor

'Welten unzählig, schwebend wie im dunklen Traum, umgeben vom Nox.' (Prolog aus 'Splitterwelten') Eiswelt, Steinwelt, Wüstenwelt, Dschungelwelt sind einige dieser unzähligen Welten, zu denen Fantasyautor Michael Peinkofer in seinem neuesten Roman aufbricht. Zu 'Europas größtem Lesefest' auf der Leipziger Buchmesse hat der Kemptener Autor sein Buch druckfrisch seinen Lesern vorgestellt.

Für Peinkofer ist 'der direkte Kontakt mit dem Leser', das Besondere an Leipzig. Klar, sonst sieht Peinkofer seine Orks- oder Zauberer-Bücher nur die Spiegel-Bestsellerliste hoch- und runterklettern und weiß somit, dass seine Bücher gekauft werden.

Aber die Frage ist: Von wem? In Leipzig begegnet er ihm, diesem seinem Leser und kann sich von Angesicht zu Angesicht austauschen. Denjenigen, denen die Schicksale Granocks und der Seinen oder der Orks Balbok und Rammar genauso wie ihm selbst ans Herz gewachsen sind.

Seine Leser sind vorwiegend jung, männlich und schwarz gekleidet. Nicht so grell kostümiert wie die Vielzahl an Manga-Fans, die sich ebenfalls in dieser Ecke der Halle tummeln, in der sich auch die Leseinsel Fantasy reger Beliebtheit erfreut. In direkter Nachbarschaft werden schwarze T-Shirts mit der Aufschrift 'Elbenschlächter' oder 'Traumwanderer' verkauft.

'Die Idee eines fantastischen Universums hat mir schon lang im Kopf rumgespukt', sagt Peinkofer fröhlich. Und seine neueste Schöpfung habe alles, was zu einem Fantasybuch gehört: absonderliche Kreaturen, fantastische Szenerien, mysteriöse Verschwörungen, ein dunkles Geheimnis und sogar eine Liebesgeschichte.

Lesung mit Markus Heitz

'Leipzig ist immer etwas Besonderes für uns Autoren', sagt Peinkofer, der nun schon zum sechsten Mal auf der Buchmesse zu Gast ist. Und schmunzelnd fügt er hinzu: 'Vor allem, was die Locations betrifft.' Diesmal führte die Verlagsmarketing-Event-Maschinerie ihn und seinen Kollegen Markus Heitz, den zweiten großen Piper-Fantasy-Autor, auch an einen recht schauerlich-düsteren Lese-Ort: auf den Südfriedhof, den größten Friedhof Leipzigs.

Nur vier Lüster mit etwa zwanzig Birnen und einige Dutzend Teelichter erleuchten die Trauerhalle, eine Kapelle, in die an diesem Abend etwa 200 Menschen gekommen sind. Und Peinkofer liest. Von Levitatinnen, die den Schiffsverkehr zwischen den Welten mittels mentaler Kräfte ermöglichen und Schiffe schweben lassen können.

Vom 'Wirtshaus zum Feuerkürbis', in dem es unter abstrusen Geschöpfen ziemlich entsetzlich roh zugeht. ''Tot’, beschied ihm der Koloss, während die Menge begeistert Beifall klatschte. 'Tot.’', zitiert er aus seinem Buch und man hört die Schläge des angrenzenden Glockenturm zur achten Stunde. Zufall? Es könnte durchaus auch eine perfekte Inszenierung gewesen sein.

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