Special Wirtschaft im Allgäu SPECIAL

Opfenbach
Bester Jungzimmerer Schwabens

Kai Keller aus Opfenbach-Beuren ist der beste Jungzimmerer in Schwaben. Vor wenigen Tagen setzte er sich in einem Vergleichswettkampf als Jahrgangsbester der Zimmererinnung Lindau gegen Konkurrenz aus den sechs anderen Innungen in Schwaben durch.

Seine Ausbildung hat Kai Keller bei der Firma Holzbau Forster im Opfenbacher Ortsteil Göritz absolviert. Abgeschlossen hat er sie im Juli mit der Note 1 in der Praxis und einer 3 in der Theorie. Keine Frage, dass ihn sein Ausbildungsbetrieb übernommen hat. Die beiden Geschäftsführer, Helmut Forster und Anton Übelhör, sind voll des Lobes über ihren neuen Gesellen. «Er ist ehrgeizig und begreift sofort, wenn ihm etwas erklärt wird», stellt Forster fest. Und Übelhör lobt neben seiner Teamfähigkeit auch seine Freundlichkeit Kollegen und Kunden gegenüber. Stolz sind beide Geschäftsführer, dass ein Auszubildender ihrer Firma den Wettbewerb der Innungsbesten Schwabens gewonnen hat. Sie sehen das als eine Folge ihres Firmenkonzepts. «Im Gegensatz zu anderen Zimmererbetrieben haben wir uns nicht spezialisiert, sondern decken das gesamte Spektrum ab», so Helmut Forster.

So hat es Kai Keller derzeit mit dem Dachstuhl des Blockheizkraftwerkes in Scheidegg, diversen Holzwohnhäusern im Westallgäu und auch mit landwirtschaftlichen Gebäuden zu tun. Aber auch mit dem Treppenbau war er während seiner Ausbildung im Betrieb konfrontiert.

Dieses breite Fachwissen zahlte sich jetzt aus. Denn welche Aufgabe bei der Bezirksprüfung in Memmingen auf ihn warten würde, wusste Kai Keller nicht. Letztlich ging es darum, anhand einer Zeichnung eine schwierige Konstruktion mit Verbindungsteilen zu fertigen, die einem Ausschnitt eines Dachstuhles entspricht.

Knapp ging es bei dieser Prüfung zu, erinnert sich Übelhör. Er gehörte als Vorsitzender des Prüfungsausschusses der Handwerkskammer Schwaben zur Wettbewerbskommission. «Einen Vorteil hatte der Geselle aus dem eigenen Betrieb dadurch aber nicht», versichert er. Mit einem anderen Jungzimmerer erreichte Kai Keller die gleiche Punktzahl. Im direkten Vergleich hatte er aber die Nase vorn, darf sich nun «bester Jungzimmerer Schwabens» nennen und ist damit Bester von 136 Auszubildenden seines Jahrgangs.

Die offizielle Ehrung findet am 29. September in Augsburg statt. Wenige Tage später fährt Kai Keller dann nach Memmingen zu einem ganz persönlichen «Training». Im dortigen Ausbildungszentrum der Handwerkskammer wird er auf den nächsten Wettkampf vorbereitet. Der findet am 9. Oktober in Würzburg statt.

Dort tritt der Jungzimmerer gegen die Sieger der anderen Regierungsbezirke Bayerns an. Der Sieger aus dem Freistaat fährt dann zur deutschen Meisterschaft. Sogar Weltmeister küren die Jungzimmerer jedes Jahr. So weit denkt Kai Keller allerdings nicht. Er ist schlicht «stolz» auf seinen in Memmingen gewonnenen Titel.

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