Fasching im Allgäu
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Fasching
Beste Stimmung beim traditionellen Ball der Kaufbeurer Feuerwehr

Der Kaufbeurer Feuerwehrball war schon eine gute Stunde, einschließlich des Vorprogramms gar schon zweieinhalb Stunden alt, als Cleopatra (war da eine gewisse Ähnlichkeit mit Feuerwehrmann Michael Fichtl auszumachen?) mit großem Gefolge in den prächtig pharaonisch-ägyptisch dekorierten Kaufbeurer Stadtsaal einzog. Die Sklaven im Steinbruch vor der Bühne, die dort mühsam Riesel für die städtische Wegstreuung produzierten, unterbrachen für einen Moment ihre Arbeit und huldigten Ihrer Majestät. Als Königin «Barbara Streusand» begrüßte diese in blütenreinem Pharaonisch - sehr frei übersetzt vom Feuerwehr-Vereinsvorsitzenden Hubert Weikmann zu ihren Füßen - die anwesenden Pharaonen, Cleopatras, Mumien, Wüstensöhne, Orient-Schönheiten, Archäologen und sonstigen Ballgäste in ihren herrlichen Kostümen, die sich durch ein enges Labyrinth in den Saal vorgearbeitet hatten. Wie zum Beispiel auch Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse, der mit Ehefrau Brigitte nach «Ägypten - Land der Pharaonen» (so das Motto der Veranstaltung) gereist war.

Mit einer dreiviertel Stunde Verspätung wurde der Pharaonen-Zug angekündigt - «wegen der Brücke in Leinau». Die Wartezeit nutzte die sechsköpfige Showband «Voice», um die ersten Tanzwilligen auf das Parkett zu locken. Die freilich ließen nicht lange auf sich warten und schon beim Auftakt-Song «Heißer Sand» wurde klar, dass es in dieser Nacht reichlich Gelegenheit geben sollte, das Tanzbein zu schwingen.

Lediglich bei den Einlagen hatten Musik und Tänzer Ruhepausen. Wie bereits den Cleopatra-Auftritt gestalteten die Floriansjünger auch die Einlage «Gehen wie ein Ägypter» selbst. Stets überzeugten sie durch viel Taktgefühl sowie akrobatisches Können. Und zeigten, dass sie durchaus über sich selbst lachen können. Ihre gute Laune übertrug sich auf das Publikum. Ein weiterer Augenschmaus zu später Stunde war der Auftritt der Kaufbeurer Wertachgarde.

Die Show der jungen Damen steht in dieser Saison ebenfalls unter dem Motto «Ägypten».

Demokratischer Prozess

Die Vorbereitungen für den Ball begannen, so Hubert Weikmann, bereits im Oktober des vergangenen Jahres mit der Motto-Suche. Da habe es jede Menge Ideen gegeben - «Musical» zum Beispiel oder «Film». Die Entscheidung sei aber in einem demokratischen Prozess deutlich für das Ägypten-Thema gefallen. Natürlich habe man sich im Vorstand Gedanken darüber gemacht, ob das Ballmotto vor dem Hintergrund der derzeitigen politischen Verhältnisse im Land am Nil noch zu halten sei. Man habe sich dennoch dafür entschieden, jedoch auch die Tickets jener Gäste zurückgenommen, die die Veranstaltung aus genau diesem Grund nicht besuchen wollten. Der Ball war trotzdem restlos ausverkauft und über 400 Besucher konnten sich prächtig amüsieren.

Für die Organisation des aufwendigen Festes ist nach Weikmanns Worten schon ein «richtiges kleines Unternehmen» erforderlich. Ohne die fleißige Mit- und Zusammenarbeit aller Wehren aus Kaufbeuren, Neugablonz, Oberbeuren, Hirschzell und Kemnat hätte man das nicht schaffen können.

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