Entwicklungshilfe
Bessere Schulen für Senegal

Einen besondere Anlass hat es nicht dafür gegeben, dass sich der 31-jährige Peter Moosbrugger in der Entwicklungshilfe in Senegal einsetzt. Aber ein bestimmtes Verlangen, Menschen zu helfen, hat der selbstständig tätige Säger schon lange in sich gespürt: «Ich sah mich oft in einer Menge von Kindern, die sich sehr über die ihnen gebrachte Hilfe freuten», schildert er. So kam es, dass er im Herbst 2009 nach Senegal flog, um sich ein Bild von der Situation dieses Landes zu machen.

Moosbrugger war davon so angetan, dass er fünf Wochen nach seinem ersten Aufenthalt gleich wieder für drei Monate nach Senegal flog. Nach dieser zweiten Reise gründete der Sulzberger zusammen mit Freunden den «Bassari Verein für Entwicklungshilfe». Das junge Team machte es sich zum Ziel, zur Entwicklung und zu Fortschritten in Senegal beizutragen, zum Beispiel durch Schulpatenschaften, Schulbau, Wasserversorgung, Frauenprojekte und durch Förderung der Infrastruktur.

Dem Verein geht es vor allem um sehr arme ländliche Regionen im Senegal. Das Bassari-Land, auf das sich Moosbrugger derzeit konzentriert, liegt im Westen des afrikanischen Landes. Dort werden zum Beispiel neue Buschschulen, die von Kindern ab sechs drei Jahre lang in den Dörfern besucht werden, gebaut oder alte modernisiert.

Denn meist bestehen solche Schulen nur aus Stroh und Ästen und die Kinder sitzen auf Steinen oder auf dem Boden, hat Moosbrugger erfahren. In diesem Monat werden zum Beispiel in einem Ortsteil von Salemata drei neue Schulgebäude errichtet für etwa 100 Kinder und Kosten von insgesamt 9300 Euro.

Weil Kinder auf dem Land auch wichtige Arbeitskräfte für ihre Eltern bei der Landwirtschaft sind, müssen die Erwachsenen oft erst überzeugt werden, dass die Ausbildung ihrer Kinder wichtig ist.

Ein privat-katholisches Internat in Salemata zur Weiterbildung nach den ersten drei Schuljahren können sich viele Bauern aber auch nicht leisten. Deshalb hilft der Bassari-Verein mit der Vermittlung von Schulpatenschaften in Höhe von 180 Euro pro Kind.

Bei seinen Hilfsprojekten geht Moosbrugger auch unkonventionelle Wege. Wenn er auf Missstände stößt, etwa mangelhafte Schlafgelegenheiten im Internat von Salemata, dann besorgt er - wie im vergangenen Februar - Matratzen für viele der Kinder. Wo die Wasserversorgung nicht funktioniert, werden bestehende Brunnen vertieft oder auch neue Brunnen gebaut - für Kosten zwischen 2500 und 4000 Euro.

Peter Moosbrugger verbürgt sich dafür, dass jeder gespendete Euro zur Verbesserung der Situation im Senegal verwendet wird. (ell)

Im Internet hält er Interessierte über seine Projekte auf dem Laufenden unter www.bassari-entwicklungshilfe.de

 

Auch mit ganz einfachen Dingen wie Schaukeln weiß Peter Moosbrugger aus Sulzberg Kinder in Senegal zu erfreuen. Foto: Bassari-Entwicklungshilfe

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