Besonderer Glanz zum Jubiläum

Marktoberdorf | sg | Prickelnde Spannung liegt über dem Modeon. Zum zehnten Mal trifft sich die internationale Chorwelt in Marktoberdorf zum friedlichen Wettstreit.Aus neun verschiedenen Ländern sind die rund 400 Sängerinnen und Sänger angereist, um sich mit der internationalen Konkurrenz zu messen. Sie wissen aber auch, dass sie mehr gewinnen können als Preise, deren höchster mit 3500 Euro dotiert ist. Denn wer hier gewinnt, kann sich zu den weltbesten Chören zählen.

Darüber hinaus ist Marktoberdorf bekannt für die besondere Atmosphäre. Und die wird von Anbeginn spürbar, als Wettbewerbsleiter Dolf Rabus gemeinsam mit der Geschäftsführerin des Wettbewerbs, Brigitte Riskowski, die Chöre im Modeon willkommen heißen.

Viele zählen zur Chorfamilie

Fast scheint es, als habe dieser Jubiläumswettbewerb einen besonderen Glanz. Dazu trägt schon das sensationelle Leipziger Calmus-Ensemble bei, das bei der Eröffnung mit frenetischem Beifall bedacht wird. Auch die Moderatoren Jeroen Schrijner und Monika Schubert lassen es sich während der Wettbewerbstage nicht nehmen, immer wieder auf die Sensation hinzuweisen, dass dieser Wettbewerb seit 1989 zum zehnten Mal stattfinden kann.

Wiederholt spricht Monika Schubert auch besonders treue Mitglieder der gewachsenen Marktoberdorfer Chorfamilie im Publikum an. Zu ihr zählen Chorleiter, Komponisten und Funktionäre ebenso wie ein treues Stammpublikum und nicht zuletzt die Gasteltern, die jedes Jahr erneut Sänger bei sich aufnehmen. Ein ganz besonderer Applaus aber gilt dem Wettbewerbsleiter Dolf Rabus. Denn alle im Saal wissen, dass diese Begegnung ohne seinen unermüdlichen Einsatz nicht möglich wäre.

'Tage, die von der ganzen Palette menschlicher Gefühle geprägt sein werden', sagte gleich zu Beginn Hans-Willi Hefekäuser, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände als Träger dieses Wettbewerbs, voraus. Und natürlich war die Atmosphäre auch am zweiten Wettbewerbstag noch von diesem 'Streben nach Schönheit und Vollkommenheit' geprägt, als alle 13 Chöre am Sonntag Vormittag im gesteckt vollen Modeon ihr jeweils zehnminütiges Kürprogramm vortrugen. Zu den sängerischen Leistungen gesellten sich bei den meisten Chören Anmut und Charme.

Dass die einen oder anderen Sänger gleich anschließend auf der Wiese vor dem Modeon weiter sangen, zeugt davon, wie entspannt die Atmosphäre bei diesem 10. Internationalen Wettbewerb ist. Voll des Lobes sind die vorwiegend jungen Sänger und Sängerinnen auch für die Organisation des Wettbewerbs, bei dem die Begegnung wieder groß geschrieben wird. Sie fand gestern auch in so genannten Chorstudios statt, in denen unterschiedliche Nationen gemeinsam lernen. Und die 17 Konzerte im ganzen Allgäu sowie im angrenzenden Tirol sorgen dafür, dass das Marktoberdorfer Ereignis in die ganze Region strahlt. Noch einmal werden heute Abend alle 13 Chöre zum großen Defilee im Modeon antreten. Erst ein par Stunden vorher werden sie erfahren, ob sie zu den Preisträgern gehören.

»Seiten 38 und Allgäu Rundschau

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