Beschuldigter erhebt nun selbst Vorwürfe

Hawangen | hku | Beim Milchwerk in Hawangen (Unterallgäu) wird das Geflecht aus Steuerhinterziehung, Betrugsverdacht und gegenseitigen Beschuldigungen immer komplizierter. Ex-Vorstandschef Manfred Hartmann weist nun Vorwürfe zurück, eine Schwarzgeld-Kasse eingerichtet zu haben. Die habe bei seinem Amtsantritt bereits existiert, behauptet er.

Wie berichtet, gab es laut einer Aktennotiz in den 1990er Jahren eine Schwarzgeld-Kasse mit fast 103 000 Mark Inhalt. Auch Aufsichtsrats-Chef Xaver Keller und Vorstände hätten von der Steuerhinterziehung gewusst, schildert Hartmann seine Version der damalige Vorgänge. Er widerspricht Keller, der betont, den Genossenschaftsverband wegen der Kasse eingeschaltet zu haben. Der Revisor sei bei einer Prüfung darauf gestoßen, blickt Hartmann zurück. Von der Kasse hätten damals keine Funktionäre profitiert, sondern nur das Milchwerk als Firma, behauptet er. Nach seinen Informationen sei in der Genossenschaft bis 2005 mit Schwarzgeld gearbeitet worden, so Hartmann, der bis 1999 im Amt war. In den Milchwerk-Skandal ist auch eine frühere Buchhalterin verwickelt. Sie soll 1,2 Millionen Euro beiseite geschafft haben.

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