Waal
Bereits 19 Alarmmeldungen

«Einsatz für den Helfer vor Ort Waal » - so erklang die Alarmmeldung bereits 19-mal aus dem Lautsprecher der Funkmeldeempfänger, seit am 8. Mai das Pilotprojekt im BRK-Kreisverband Ostallgäu gestartet wurde.

Im Singoldmarkt sorgen seitdem speziell ausgebildete Sanitäter dafür, dass bereits wenige Minuten nach dem Notruf eine fachlich qualifizierte Erstversorgung des Patienten geschehen kann.

Das gut ausgebildete und hoch motivierte Team rund um Programmleiter Matthias Neuner war in den ersten 100 Tagen vor allem in Waal um Hilfe gerufen worden, um Patienten mit Herz-Kreislaufbeschwerden oder chirurgischen Notfällen zu versorgen und das sogenannte therapiefreie Intervall, bis der Rettungsdienst vor Ort ist, zu überbrücken.

Der über Spenden angeschaffte Defibrillator hatte ebenfalls seine Bewährungsprobe bereits bestehen müssen. Durch gezielte Stromstöße konnte bei einem leblosen Patienten das tödliche Herzkammerflimmern bereits vor Eintreffen des Rettungsdienstes beseitigt werden.

«Dies ist nur möglich, da die Helfer aufgrund des kurzen Anfahrtsweges und der Ortskenntnis sehr rasch am Einsatzort sein können», freut sich Neuner.

Damit die Sanitäter ihr Wissen festigen und erweitern, wurde mit Hubert Kappacher, Dozent im Rettungsdienst, ein sehr intensives Ausbildungskonzept entwickelt. Die Helfer vor Ort mussten die Sanitätsausbildung mit Erfolg ablegen, 60 Stunden im Rettungsdienst absolvieren und regelmäßig Fortbildungen besuchen. Hierfür stellten die Mimen der «realistischen Notfalldarstellung» des BRK Buchloe Situationen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder stark blutende Wunden nach Schnittverletzung mit der Motorsäge dar.

«Für den Übungsteilnehmer war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr klar, ob es nicht doch eine wirkliche Erkrankung oder Verletzung sein könnte», stellte Kappacher anschließend fest, und freute sich über einen gelungenen Schulungstag.

«Ein Projekt von Bürgern für Bürger», bemerkt Karl Dost, Vorsitzender der Wasserwacht Waal. Dies gilt auch wenn es um die Finanzierung der Ausrüstung geht. «Unsere Sanis machen das rein ehrenamtlich und unentgeltlich», betont Dost. Eine Förderung der Helfer-vor-Ort-Programme durch die Krankenkassen oder den Staat ist auch weiterhin nicht vorgesehen.

Der Helfer vor Ort in Waal wird durch die Rettungsleitstelle Kempten alarmiert und überwiegend in den Gemeinden Waal, Jengen und Oberostendorf tätig.

Nähere Informationen gibt es im Internet unter

www.hvo-waal.de

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