Interview
Benningens Bürgermeister Meinrad Bernhard über den Bau der Ortsumfahrung

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Zahlreiche Maßnahmen, Vorhaben und Projekte werden Jahr für Jahr im Unterallgäu angekündigt, geplant oder begonnen. Unter der Rubrik «Zur Sache» will die Memminger Zeitung in unregelmäßigen Abständen bei Behörden, Politikern, aber auch bei Verbänden oder Privatleuten nachhaken und über den Stand der Dinge informieren.

Benningen Der Leiter des Staatlichen Bauamts in Kempten, Bruno Fischle, hat angekündigt, dass es in diesem Jahr mit dem Bau der seit 20 Jahren diskutierten Ortsumfahrung östlich von Benningen losgehen wird (wir berichteten). Über dieses Thema und die derzeit laufenden Maßnahmen haben wir uns mit Benningens Bürgermeister Meinrad Bernhard unterhalten.

Herr Bernhard, gibt es schon einen konkreten Termin für den Spatenstich?

Bernhard: Da ist mir noch keiner bekannt. Herr Fischle wird wohl entsprechende Signale bekommen haben. Wir sind noch in den Vorbereitungen. Das Landratsamt hat im Auftrag der Gemeinde ein Flurbereinigungsverfahren beantragt, das von der Direktion für ländliche Entwicklung vorbereitet wird.

Das heißt also, dass die für den Bau notwendigen Grundstücksverhandlungen mit den betroffenen Besitzern noch nicht abgeschlossen sind?

Bernhard: Durch den Planfeststellungsbeschluss ist der Trassenverlauf geregelt. Damit sind auch die Flächen festgesetzt, die vom Bau beeinträchtigt werden. Es gibt derzeit noch Gespräche mit den Grundstücksbesitzern. Nun muss sich zeigen, ob sie den Beschluss akzeptieren oder nicht. Ansonsten muss man eben im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens einen Schritt weiter gehen.

Das bedeutet?

Bernhard: Da fragen Sie besser das Amt für Ländliche Entwicklung in Krumbach, das dieses Verfahren vorbereitet (siehe Infokasten, Anm. d. Red.).

Die Gemeinde Benningen wird als kommunaler Baulastträger quasi als Bauherr fungieren. Wie hoch ist nun der Eigenanteil für das 2,5-Millionen-Euro-Projekt, der für den Ort anfallen wird?

Bernhard: Der Zuschussantrag an die Oberste Baubehörde, den wir Anfang Dezember gestellt haben, ist noch nicht zurückgekommen. Der Eigenanteil wird also erst feststehen, wenn die Regierung von Schwaben über den Förderantrag entschieden hat.

Bei einem Ortstermin mit Innenstaatssekretär Gerhard Eck im April vergangenen Jahres hatte dieser den höchstmöglichen Fördersatz in Aussicht gestellt. Ihr Wunsch war damals ein Zuschuss in Höhe von 80 Prozent. Ist das Ihrer Meinung nach noch realistisch?

Bernhard: Ich halte eine Förderung in diesem Bereich noch immer für möglich. Schließlich erfordert das Projekt einen Kraftakt von der Gemeinde. Das Haushaltsvolumen eines kleinen Ortes wie Benningen ist schließlich ein anderes als etwa das der Stadt Memmingen.

Gibt es einen Zeitrahmen für den Bau der Umfahrung?

Bernhard: Die Baumaßnahme für das Projekt soll noch im Jahr 2011 beginnen und bis Ende 2012 abgeschlossen sein. Johannes Schlecker

 

Meinrad Bernhard

 

Um einen Großteil des Durchgangsverkehrs aus dem Ort zu bekommen, will die Gemeinde Benningen eine Umfahrung bauen. Archivfoto: Schraut

 

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