Memmingen
«Beleuchtung zum Wohlfühlen»

Die Umgestaltung des Schrannenplatzes war jetzt erneut Thema im Bausenat des Memminger Stadtrats. Neben der geplanten Baumbepflanzung auf der Südseite spielte die Vorstellung eines Lichtkonzepts für den Platz eine wichtige Rolle.

Nach einer Präsentation der überarbeiteten Gestaltungs-Vorschläge durch das Planungsbüro Club L94 aus Köln stimmte der Bausenat für drei Bäume in der Mitte des Platzes beim geplanten Wasserspiel - der so genannten Stadtbachspur. Im Sommer wurde bereits die Anpflanzung von vier Bäume an der Südseite und von vier weitere an der Westseite des Platzes beschlossen. Auch in der Hirschgasse sollen zwei Bäume eingesetzt werden (wir berichteten).

Nach der damaligen Sitzung teilte die Stadtverwaltung den Anwohnern bei einer Informationsveranstaltung mit, wie hoch deren Beteiligung am Straßenbau ausfallen wird. Dabei äußerten sich einige auch zu den geplanten Baumpflanzungen. «Eine Anwohnerin merkte zum Beispiel an, dass Laub dann Keller und Schächte verstopfen würde. Zudem befürchtete sie, dass jemand an den Bäumen hochklettern und in ihr Schlafzimmer schauen könnte», sagte Mathias Rothdach vom Stadtplanungsamt.

Anschließend stellte der Planer ein Lichtkonzept für den Schrannenplatz und das Elsbethenareal vor. Dabei handelt es sich um einen ersten Entwurf des Diplom-Ingenieurs Uwe Knappschneider aus Wuppertal. Dieser sieht sowohl Straßenlaternen als auch Lichtspiele in Höfen und auf Gebäuden vor. «Die Straßenbeleuchtung dient zur Orientierung, die atmosphärische Beleuchtung dem Wohlfühlfaktor», so Rothdach: «Auch die Bäume sollen von unten beleuchtet werden.» Drei etwa zehn Meter hohe Laternen seien zudem in der Mitte des Platzes geplant. Auch die Stadtbachspur und der Fischerbrunnen sollen mit Lichtbögen ausgestattet werden.

«Pfiffiger Entwurf»

Als ausgesprochen «pfiffig», bezeichnete Stadtrat Herbert Müller (SPD) den Entwurf für das Lichtkonzept bei der anschließenden Diskussion: «Auch wenn mich die Gestaltung des Schrannenplatzes heute wieder nicht überzeugt hat, finde ich die Beleuchtungs-Vorschläge eine gute Lösung, um das Viertel hervorzuheben.»

Dr. Hans-Martin Steiger (SPD) ergänzte: «Das außerordentlich gelungene Konzept ist einmal etwas anderes und wird dem Platz ein besonderes Flair verleihen.» Bürgermeisterin Claudia Knoll (CSU) wies darauf hin, dass bei der Schrannenplatz-Umgestaltung ein «durchgängiges Möblierungskonzept» beachtet werden sollte: «Die Lampen auf dem Schrannenplatz und in der Altstadt sollten nicht unterschiedlich sein.»

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