München / Allgäu
Beirat für Bahn-Projekt München - Lindau gegründet

In Sachen Bahn-Elektrifizierung und -Ausbau der Strecke München-Lindau wurde nun ein Beirat gegründet. Dieser soll sich vor allem um die Koordinierung und Abstimmung aller an dem Projekt Beteiligter kümmern.

In München trafen sich Vertreter des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, des schweizerischen Bundesamtes für Verkehr, BAV, der Industrie und Handelskammer Schwaben sowie Abgeordnete und Bürgermeister, um sich von der Deutschen Bahn über den Ausbau der Strecke von München nach Lindau informieren zu lassen.

Das Projekt umfasst die Elektrifizierung der 155 Kilometer langen Strecke Geltendorf - Memmingen - Lindau-Reutin sowie den Ausbau für Neigetechnik-Züge. Geplant ist, dass acht Fernverkehrs-Zugpaare pro Tag im Zweistundentakt verkehren. Aktuell fahren drei Eurocity-Zugpaare auf dieser Strecke.

Durch den Einsatz von modernen elektrischen Zügen mit Neigetechnik sollen sich die Reisezeiten für die Bahnkunden verkürzen: zwischen München und Memmingen auf eine Stunde, zwischen Memmingen und Zürich auf zwei Stunden und fünfzehn Minuten sowie zwischen München und Zürich auf drei Stunden und fünfzehn Minuten.

Die Maßnahmen sollen laut Bahn auf österreichischer und Schweizer Seite ergänzt werden, um die Qualität der Strecke dauerhaft zu verbessern.

Die Zahl der Züge im Nah- und im Güterverkehr wird nach Prognosen der Bahn weitgehend konstant bleiben. Die Planungen für das Projekt seien in vollem Gang und die notwendigen Verfahren würden in den nächsten 18 Monaten vorbereitet. Wann die eigentlichen Bauarbeiten beginnen, sei dann von den baurechtlichen Genehmigungen abhängig.

Der nun gegründete Projektbeirat hat sich folgende Ziele gesetzt:

Die Abstimmung zwischen allen am Bau beteiligten Stellen im Bund, im Land und in der Region sowie mit der Schweiz zu unterstützen.

Regelmäßiger Informationsaustausch über den Stand des Projekts.

Abstimmung der Kommunikation über das Projekt in der Region.

Sicherstellung der Beteiligung aller anderen Interessenvertreter aus Politik und Wirtschaft entlang der Strecke.

Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Bahn in Bayern, betont: «Mit einem derartigen Beirat beschreitet die Bahn neue Wege bei der Realisierung von Infrastrukturmaßnahmen.» Durch den Beirat gewährleistet die Bahn nach seinen Worten einen Dialog aller am Projekt Beteiligter und schaffe eine neue Form der Zusammenarbeit mit der Region.

Für das weitere Vorgehen ist laut Josel unter anderem ein öffentlicher Termin mit Vertretern der kommunalen Gebietskörperschaften entlang der Strecke in Memmingen im Herbst verabredet worden. Dann soll über den Stand des Projekts berichtet werden. (az)

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen