Wirtschaftsjunioren
Beim Sommergespräch in Kempten geht es um Unternehmer am Limit

Den Wert des Schlafens, die Entscheidung fürs richtige Gepäck, Vorbilder aus der Natur – einen weiten Bogen spannte die hochkarätige Besetzung beim Sommergespräch der Wirtschaftsjunioren. 'Unternehmer am Limit – erfolgreich durch Entschleunigung' lautete das Thema, das rund 350 Entscheider aus Gewerbe, Handel, Handwerk und Industrie ins Stadttheater lockte.

Rundfunk-Moderatorin Susanne Franke führte durch den Donnerstagabend. Neben ihr nahmen Platz Extrembergsteiger und Autor Thomas Bubendorfer, Primavera-Geschäftsführer Kurt Nübling, der künftige Entwicklungschef von Audi, Wolfgang Dürheimer, sowie Klinik-Geschäftsführer Dr. Georg Reisach.

Er war nach einer Meniskus-Operation erstmals wieder ohne Krücken unterwegs. Ans Aufhören denke der Senior der Runde nicht, auch wenn er bald 80 wird. 'Bis 92 habe ich mit dem lieben Gott einen Vertrag gemacht, es kam nichts Gegenteiliges', witzelte der ehemalige Benediktinermönch.

'Manager sind häufig übertrainiert'

Schutzengel hat auch Thomas Bubendorfer in seinem Leben schon gebraucht. In Rekordzeit durchstieg er mit 21 Jahren die Eiger Nordwand ohne Seil. Mittlerweile ist er von der Rekordjagd abgekommen: 'Immer höher, schneller, mehr – Wachstum ohne Ende ist nunmal nicht möglich.'

Als Sportler sieht er viele seiner Kunden aus dem Top-Management in einem falschen Plan verhaftet: 'Die sind alle übertrainiert, können nicht entspannen. Ein Muskel wächst aber erst in einer Ruhephase.'

Eine andere Philosophie vertritt Auto-Experte Dürheimer: 'Wesentliche Voraussetzung ist, dass meine Arbeit Spaß macht.' Wer mit Leidenschaft dran sei, den belaste es auch nicht, wenn plötzlich zwölf Stunden vorbei sind. Zwischen Beruf und Privatleben versuche er zu trennen.

Nachdem sein Kalender aber ungefähr ein Jahr im Voraus dicht befüllt ist, müsse er sich bisweilen erst daran gewöhnen, wenn seine Familie fürs freie Wochenende gar keinen Plan hat.

Die eigenen Grenzen zu achten und intelligent mit Ressourcen umgehen, das ist für Duft-Experten Kurt Nübling der Schlüssel, ein Burnout-Syndrom gar nicht erst aufkommen zu lassen. Aus der Natur lasse sich das abschauen, wo Tiere und Pflanzen höchst effizient lebten.

In Krisenzeiten habe ihm der Blick nach vorn geholfen: 'Ich habe mir immer vorgestellt, wie es sein wird, wenn das Tal durchschritten ist.'

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