Kempten
Beim Sammeln ist aber Vorsicht geboten

Herbstzeit ist Pilzzeit. Viele Sammler zieht es jetzt in den Wald, wo es nach diesem eher trockenen Spätsommer eine ergiebige Pilzsaison gibt. Beim Sammeln ist aber Vorsicht geboten. Für Laien ist es oft schwierig, bekömmliche Speisepilze von giftigen Pilzen zu unterscheiden. Wer trotz der Regel 'nur nehmen, was man kennt' versehentlich doch einen ungenießbaren Pilz erwischt, kann im schlimmsten Fall eine Pilzvergiftung erleiden. Auslöser sind Pilzgifte, von denen manchmal bereits kleinste Mengen ausreichen, um schwere Vergiftungserscheinungen hervorzurufen.

'Wer nach einem Pilzessen an Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, einer Gelbfärbung der Haut oder Schweißausbrüchen leidet, sollte sofort den Rettungsdienst rufen', rät Denis Löhrmann, Rettungsassistent der Johanniter im Allgäu. Die Symptome können auch erst Stunden oder sogar einige Tage nach der gefährlichen Mahlzeit auftreten. Wirksame Hausmittel gegen eine Pilzvergiftung gibt es nicht, nur ein Arzt kann professionelle Hilfe leisten. Keinesfalls sollten die Betroffenen durch Salzwasser oder Milch versuchen, Erbrechen herbeizuführen.

Unter der Notrufnummer 112 professionelle Hilfe rufen und Ruhe bewahren. Wer nach einem Pilzessen bewusstlos wird, sollte sofort in die stabile Seitenlage gebracht werden. Ärzte können durch Reste der Pilzmahlzeit die Art des Giftes feststellen lassen und damit die geeigneten Gegenmaßnahmen einleiten.

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