Kempten
«Beim Alpenlauf bin ich wirklich ein Pechvogel»

Er ist wohl der Pechvogel im «Laufsport Saukel»-Team, das am Transalpine-Run über die Alpen teilgenommen hat: Florian Eberle (39) musste nach 2007 bereits zum zweiten Mal den Transalp-Berglauf abbrechen. Vor zwei Jahren stürzte der Kemptener und musste aufgeben. Dieses Jahr verletzte er sich das Knie auf derselben Etappe, die von Scuol/Schweiz nach Mals im Vinschgau/Südtirol führte.

Herr Eberle, für Sie ist der Transalpine-Run im wahrsten Sinne des Wortes dumm gelaufen?

Florian Eberle: Das kann man so sagen. Ich bin wirklich ein Pechvogel. Ich hatte mich konsequent auf den Transalp vorbereitet und wieder musste ich aufgeben. Und dann auch noch auf derselben Etappe wie vor zwei Jahren. Nur, dass ich dieses Jahr nicht gestürzt bin, sondern dass ich Knieprobleme hatte.

Wie haben sich diese Probleme denn geäußert?

Eberle: Schon bei der zweiten Etappe hatte ich Schmerzen im linken Knie und die Muskulatur war hart. Ich konnte nicht mehr bergab laufen, nicht einmal wandern war mehr drin. Ich habe alles probiert, aber es war ein Gefühl, als wäre ein Skistiefel zu fest gebunden.

Aber bergab laufen ist doch genau Ihre Spezialität

Eberle: Das war ja mit das Schlimmste an der Sache. Wenn Läufer dich überholen, von denen du weißt, dass sie bergab keine Chance hätten. Aber ich bin ja zum Glück keiner, der sich nach dem Aussteigen in die Ecke setzt.

Was heißt das?

Eberle: Naja, mein Partner Uli Morgen und ich haben unsere Teamkameraden zum Lachen gebracht. Zum Beispiel haben wir an einer Verpflegungsstation Käse und Speck aufschneiden lassen und dann gemütlich gegessen. Das war schon lustig.

Wie hat Ihr Partner Uli Morgen Ihr Pech aufgenommen?

Eberle: Für ihn tat es mir schon ziemlich leid. Er hat sich um mich gekümmert, ist mit mir gewandert. Einen besseren Partner hätte es für mich nicht geben können.

Gibt es schon Pläne für den nächsten Transalpine-Run?

Eberle: Nein, im Moment brauche ich eher Abstand vom Berglaufen. Ich habe Bedenken, dass der nächste Transalp-Versuch wieder in die Hose gehen könnte.

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