Festwoche
Beim Allgäu-Tag dreht sich heuer alles um die Zukunft der Mobilität im ländlichen Raum

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Sie sind von der Politik gewünscht, sind umweltfreundlich – aber derzeit für die Kunden noch kaum erschwinglich. Um Elektroautos wirklich massentauglich zu machen, müssen die Hersteller noch viele Herausforderungen bewältigen.

Der Kostenfaktor ist hierbei ein wichtiger Punkt. Noch ist zum Beispiel der Antrieb der Elektroautos in der Herstellung etwa fünfmal so teuer wie der eines konventionellen Fahrzeugs.

Und so sagte der Chef der Elektromobilität im VW-Konzern, Dr. Rudolf Krebs, beim Allgäu-Tag im Rahmen der Allgäuer Festwoche in Kempten: "Wir wollen in eine Preisregion kommen, die für mehr Menschen attraktiv ist."

'Mobilität im ländlichen Raum 2022' – unter diesem Zeichen standen die Beiträge und Diskussionen im Kemptener Kornhaus. VW will nach Aussagen von Krebs bis zum Jahr 2018 Marktführer sein im Bereich Elektromobilität.

Dann will der Konzern drei Prozent seines Absatzes mit Elektroautos machen. Um Kosten zu senken, verfolgt der Hersteller eine sogenannte Modulstrategie: Verschiedene Antriebsformen (Benzin, Diesel, Batterie) werden auf einer Plattform gebaut.

Das Reichweiten-Problem der Elektroautos werde so schnell jedoch noch nicht gelöst werden können. 'Mit der jetzigen Batterietechnologie ist eine Langstreckentauglichkeit nicht gegeben.

Bei einer Autobahn-Richtgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern sind die Fahrwiderstände so hoch, dass sich die nominelle Reichweite von 150 auf etwa 75 Kilometer reduziert.' Mann müsse Elektrofahrzeuge daher 'artgerecht' nutzen, sagte Krebs.

Für die kurzen Strecken, etwa zum Einkaufen fahren. Mit dem Blick in die Zukunft gewandt, sagte Krebs, es sei ein Wunsch des Fahrzeugbauers, Elektroautos künftig über intelligente Energiesysteme zu aufzuladen.

Ein System, wie es etwa in dem Projekt 'IRENE' (Integration regenerativer Energien und Elektromobilität) bereits im Oberallgäuer Wildpoldsried getestet wird, wie Hochschuldekan Prof. Alfred Bauer darstellte. Erprobt wird zum Beispiel, wie sich Elektroautos intelligent einsetzen lassen, um das Stromnetz zu entlasten.

An dem Projekt beteiligte sich auch Abt Sportsline (Kempten). 'Wir konnten beweisen, dass Elektro-Mobilität auch in einem normalen Flottenmanagement funktioniert', sagte der kaufmännische Leiter, Christoph Bergmann.

'Wir im ländlichen Raum sind auf bezahlbare und dennoch flexible Mobilität angewiesen', hatte bereits zuvor der Aufsichtsratsvorsitzende der Allgäu GmbH, der Oberallgäuer Landrat Gebhard Kaiser, betont.

Die beiden Geschäftsführer der Allgäu GmbH, Klaus Fischer und Bernhard Joachim, hatten die Tourismus- und Standortstrategie dargestellt. 'Die Marke Allgäu steht für Zukunftsorientierung und Nachhaltigkeit. Das müssen wir auch bei der Art unserer Mobilität umsetzen', sagte Fischer.

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