Tourismus
Bei Reisemessen wie der Grünen Messe in Berlin die Allgäuer Flagge zeigen

Sie ist die größte Agrar- und Verbrauchermesse der Welt, die Grüne Woche in Berlin. Das Allgäu ist seit mehreren Jahren dort nur bescheiden vertreten. Mehr sei nicht sinnvoll, sagt der Geschäftsführer der Allgäu GmbH, Bernhard Joachim und lässt wissen, dass die Allgäu GmbH im Rahmen der Destinationsentwicklung bereits Ende 2010 entschieden hat, künftig so gut wie keine Messeauftritte mehr zu finanzieren. Vielmehr wolle man auf regionale Fernseh- und Radiowerbung, Anzeigen und PR-Maßnahmen setzen. Sind Messeauftritte fürs Allgäu tatsächlich nicht mehr wichtig? Was sagen die 'kleinen Mitglieder' der Allgäu GmbH wie Wertach, Waltenhofen oder auch die Stadt Kempten dazu?

Heinz Buhmann, Geschäftsführer des Kemptener Tourismus Veranstaltungsservice, bedauert, 'dass sich die neue Allgäu GmbH aus dem Messegeschäft zurückzieht'. Seiner Meinung nach sind Messen weiterhin 'eine gute touristische Außenplattform'.

Mit dem Tourismusverband Allgäu Bayerisch-Schwaben sei Kempten früher unter anderem auf Messen in Stuttgart, in Hamburg und auch im Ausland vertreten gewesen. Buhmann: 'Man erreicht dort Besucher, die nach einem Urlaubsziel suchen und am Stand in Katalogen blättern können.'

Joachim gibt allerdings zu bedenken, dass auf Reisemessen 'keine Kaufentscheidungen fallen'. Dem stimmt Dieter Kraus, Leiter des Touristinformation Wertach zwar zu, stellt aber die 'Kundenpflege' in den Vordergrund. Auf Ausstellungen gehe es darum, eine Region wie das Allgäu zu präsentieren, 'Flagge zu zeigen'.

Im Verbund präsentieren

Messen sind seiner Meinung nach 'ein Mosaikstein im Marketingmix.' Allerdings sei ihre Bedeutung im Zeitalter des Internets 'stark gesunken'. 90 Prozent der Gäste informieren sich laut Kraus online über Urlaubsziele.

Dennoch gibt Wertach jährlich rund 5000 Euro für Messeauftritte aus, meist im Verbund mit den Nachbarn Oy-Mittelberg und Nesselwang, 7000 Euro zahlt die Gemeinde zudem als Beitrag an die Allgäu GmbH.

Auf einen Verbund setzt auch Waltenhofen. Zusammen mit Buchenberg, Weitnau und Sulzberg wirbt die Gemeinde als 'Allgäuer Seenland'. Nicht auf klassischen Ausstellungen, aber zwei- bis dreimal im Jahr in großen Einkaufszentren.

Das macht laut Sabine Appelt von der Gästeinformation Waltenhofen, mehr Sinn 'als einer unter vielen auf einer großen Messe zu sein'. Der Trend geht ihrer Meinung nach weg vom 'klassischen Messeauftritt'. Allerdings bleibe 'ein Allgäustand auf der Grünen Woche weiterhin wichtig'.

Da stimmen die Fachleute der Allgäu GmbH zu. Geschäftsführer Klaus Fischer betont, dass die Allgäu GmbH weiterhin zumindest zwei Tourismusauftritte mitfinanziert, den auf der Grünen Woche und bei der Tourismusfachmesse ITB, ebenfalls in Berlin.

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