Projekt
Bei «Kunst anfassen - Kunst begreifen» erfühlen Kinder im Hofgartensaal Kunstwerke

«Es ist total spannend, wenn man die Kunstwerke einmal anfassen darf», sagt Felix. Der Elfjährige folgt interessiert den Ausführungen von Museumspädagoge Klaus Frühschütz.

Unter seiner Anleitung erhalten Kinder in der Kunstausstellung im Rahmen der Festwoche beim Projekt << Kunst anfassen - Kunst begreifen >> einen besonderen Zugang zu zeitgenössischer Kunst. Dabei dürfen die Kinder die Kunstwerke nicht nur betrachten, sondern auch erfühlen. Sie gestalten unter anderem Tiere aus Holz oder auch einen Bilderrahmen.

Bevor sich die jungen Teilnehmer selbst an das Werk machen, erfühlen sie im Hofgartensaal plastische Kunstwerke. Beispielsweise ein Werk von Alto Gmelch, bei dem der Künstler diverse Eisenbleche verschraubt auf einem Tragwerk montiert hat. << Mit den feinen Härchen auf der Fingeroberfläche fühlt man viel intensiver >>, erklärt Frühschütz, der die acht- bis 13-jährigen Teilnehmer die Kunstwerke zunächst beschreiben lässt. Danach werden sie gemeinsam interpretiert.

<< Man kann den Krokodilsschädel bestimmt auf Ebay ersteigern >>, antwortet der 13-jährige Tobias keck auf die Frage eines anderen Teilnehmers, wo der Schädel eines Kunstwerks denn wohl herkomme. Peter (neun Jahre) möchte von Frühschütz wissen, warum auf jedes Kunstwerk << irgendetwas drauf gekritzelt wird >>.

Der Museumspädagoge erklärt den Teilnehmern, dass jeder Künstler sein Werk mit einem Kürzel oder einer Unterschrift signiert.

Selber schauen und nachdenken

<< Ich möchte mit diesem Projekt Kinder dazu anregen, Kunst anzuschauen und gestalterisch aktiv zu werden >>, sagt Pädagoge Frühschütz. Die Kinder könnten sich im Projekt mit altersgerechtem Material beschäftigen und über die Kunstwerke eigenständig nachdenken.

Dann geht es ab in den Hofgarten. Mit Holzstäben, Nägeln und Hammer dürfen die jungen Kunstinteressierten nun selber ran. Jeder baut sich seine eigene Holzfigur - ob nun einen Holzturm, einen Marienkäfer oder eine Wendeltreppe. Zuerst werden die Holzstäbe zurecht gesägt, dann wird das Holz mit einem Beil gespalten. Ganz konzentriert arbeiten die Kinder, immer unter Aufsicht, dass beim Sägen auch kein Unglück passiert.

Langsam nehmen die Figuren und Gegenstände der Kinder Formen an. Der Bilderrahmen aus Holz von Tobias ist fast fertig. Auch der Marienkäfer von Peter befindet sich schon im Endstadium. Und der Bub weiß ganz genau, was er damit anfangen wird: << Mein Holzwerk bekommt bei uns zu Hause am Fenster einen Ehrenplatz. >>

Interessierte können sich für das Projekt am 5. und 6. September bei Alfred Koch unter 0831/ 2525-369 anmelden.

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